Angebot des Geo-Naturparks

Fledermäuse schwirren um die Kanus: Spätsommer-Pirsch auf der Werra

Beliebte Exkursion: Besonders Familien mit Kindern sind bei der Fledermauspirsch auf der Werra im Spätsommer, wenn es früher dunkel wird, dabei.
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Beliebte Exkursion: Besonders Familien mit Kindern sind bei der Fledermauspirsch auf der Werra im Spätsommer, wenn es früher dunkel wird, dabei.

Fledermäuse auf der Werra beobachten: Eine Unternehmung, die mit dem Geo-Naturpark Frau-Holle-Land möglich ist. Wir waren bei einer solchen Tour mit dabei.

Als die Teilnehmer in Bad Sooden-Allendorf wieder in ihre Kanus steigen, ist die Sonne bereits vollständig untergegangen. Und nach wenigen Metern auf der Werra beginnt auch schon das Spektakel: Die Fledermäuse werden aktiv. Einzeln oder in Schwärmen fliegen die kleinen Säugetiere um die Teilnehmer in ihren Kanus herum. Mit Stirnlampen ausgestattet können die Kanuten die Fledermäuse jetzt ganz nah beobachten.

Kleinvach - Seit 2017 bietet der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land die Fledermauspirsch per Kanu an. Michael Schiwon gibt den Teilnehmern seither gleichermaßen eine Einführung in das Kanufahren und die Welt der Wasserfledermäuse. Denn so nah, wie auf dem Wasser kann man Fledermäusen in freier Wildbahn nicht kommen.

„Während unserer Kanutour kommen die Tiere bis zu einem Meter nah an uns heran“ erzählt Schiwon, der selbst normalerweise in der Gruppen- und Organisationsentwicklung arbeitet und die Kanutouren ehrenamtlich leitet.

Die besonderen Kanutouren werden meistens im Spätsommer angeboten, weil es schneller dunkel wird und häufig Familien mit Kindern dabei sind. Aber nicht nur Familien, auch ganze Gruppen, Einzelpersonen oder Paare nehmen an dem Erlebnis teil.

Bis zu 20 Personen werden auf sechs Boote verteilt, damit es überschaubar bleibt und Michael Schiwon, der selbst im Kajak mitfährt, gut auf alle Beteiligten aufpassen kann. „In den drei Jahren ist noch kein Unfall passiert und alle kamen heil zurück und das soll auch so bleiben“ berichtet Schiwon.

Alle Teilnehmer stechen gemeinsam in Kleinvach in See. Doch zuerst bekommen sie vor Ort eine Einführung in die Boote und das Kanufahren. Hierbei übernimmt Markus Wilhelm-Heckmann seit zwei Jahren eine wichtige Rolle, denn er ist Besitzer der Werratal-Kanu-Vermietung und stellt seine Kanadier, wie Kanus auch genannt werden, zur Verfügung.

Wenn dann alle mit ihren Booten auf dem Wasser sind, geht es in Richtung Bad-Sooden-Allendorf, um erstmal ein Gefühl für das Kanufahren zu bekommen, da das Gewässer auf dieser Strecke sehr ruhig ist. In Klein-Venedig, wie Schiwon Bad Sooden-Allendorf nennt, angekommen, geht es für alle noch mal an Land. Dort gibt es eine kleine Theoriestunde über die Wasserfledermäuse.

Dann geht es zu den Tieren. Die Idee für das Projekt kam eben genau aus dem Grund, dass man den Fledermäusen, aber auch anderen Tieren, so nah kommen kann, wie sonst kaum irgendwo in freier Natur. Es gibt beispielsweise auch die Möglichkeit Fische zu beobachten, die bei Lichtkontakt aus dem Wasser springen.

Fledermäuse schwirren um die Kanus: Spätsommer-Pirsch auf der Werra

Angebot des Geo-Naturparks: Im Kanu auf der Werra Fledermäuse beobachten
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Angebot des Geo-Naturparks: Im Kanu auf der Werra Fledermäuse beobachten
Angebot des Geo-Naturparks: Im Kanu auf der Werra Fledermäuse beobachten
Fledermäuse schwirren um die Kanus: Spätsommer-Pirsch auf der Werra

Nach etwa drei bis dreieinhalb Stunden ist die Fledermauspirsch dann in Ellershause zu Ende und Herr Heckmann holt die Teilnehmer sowie die Boote ab und bringt sie zurück nach Kleinvach. Bisher wird diese Art von Kanutour nur im Werra-Meißner-Kreis angeboten, doch der Naturpark arbeitet daran, das Angebot auszubauen.

Die nächste Fledermauspirsch ist bereits ausgebucht. Beim Geo-Naturpark Frau-Holle-Land kann man sich auf eine Warteliste setzen lassen oder Extra-Termine ausmachen: 0 56 51/99 23 30. (Annika Brassel)

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