Heute: „Klartext!“-Debatte beschäftigt sich mit den Lebensbedingungen von Asylsuchenden

Flucht in den Werra-Meißner-Kreis

Eschwege. Sie kommen aus Somalia, Afghanistan oder Syrien und wohnen jetzt in Nordhessen: Über 200 Flüchtlinge aus Krisen- und Kriegsgebieten dieser Erde haben derzeit im Werra-Meißner-Kreis Zuflucht gefunden. In ihrer fernen Heimat herrschen oft Hunger oder ein Terrorregime, vielleicht haben auch Bürgerkriegszustände oder bittere Armut die Menschen vertrieben.

Nun warten sie auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge, die letztlich über ihr weiteres Schicksal entscheiden wird: Kann es für sie eine Zukunft im sicheren Europa geben - oder bleibt am Ende nur der Weg zurück in die gefährliche Heimat. Doch die Asylverfahren dauern oft viele Wochen und Monate. Solange müssen die Flüchtlinge zumeist in Sammelunterkünften auf beengtem Raum beieinander leben. Menschen aus über zehn verschiedenen Nationen finden sich so notgedrungen in einer Wohngemeinschaft wieder: Alte und Junge, Männer und Frauen, Familien und Kinder, Muslime und Christen auf einem Flur und in einem Treppenhaus - das bringt nicht selten neue Probleme mit sich. Doch wie genau wohnen die Flüchtlinge in unserer Nachbarschaft und wie kann gutes Zusammenleben trotz aller Schwierigkeiten gelingen? Welche Herausforderungen bedeuten die Sammelunterkünfte der Asylbewerber insbesondere für kleine Dörfer wie Weißenborn oder Eltmannshausen?

Offene Diskussion

Diesen Fragen will sich das Evangelische Forum Eschwege in Kooperation mit der Werra-Rundschau mit der nächsten „Klartext!“-Debatte widmen. Die Moderatoren Dieter Salzmann (Chefredakteur Werra Rundschau) und Pfarrer Johannes Meier (Studienleiter Ev. Forum) laden dazu heute um 19.30 Uhr wieder zu diesem offenen Diskussionsforum in die Gaststätte Zur Traube ein. Rede und Antwort stehen werden dann unter anderem Birgit Krüger vom zuständigen Fachbereich des Werra-Meißner-Kreises, Flüchtlingsberater Martin Röder vom Diakonischen Werk, Regina Fricke, Geschäftsführerin des Awo-Kreisverbandes sowie Georg Rost, Ortsvorsteher von Eltmannshausen. Der Eintritt ist frei. (WR)

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