Notfallunterkunft in Sontra wird ab Dienstag erstmals genutzt

Bis zu 30 Flüchtlinge für die Barbaraschule

Sontra. In der Barbaraschule in Sontra werden ab kommendem Dienstag erstmals Flüchtlinge untergebracht. Maximal 30 Asylsuchende wurden dem Kreis angekündigt. „Wie viele Menschen am Ende tatsächlich kommen, ist noch unklar“, sagt Jörg Klinge, Sprecher des Werra-Meißner-Kreises.

Seit Ende Juli steht das Gebäude der Schule für Lernhilfe als Notfallunterkunft zur Verfügung. Die Schüler wurden in die benachbarte Adam-von-Trott-Schule verlegt. Bereits in den Sommerferien sollten hier die ersten Asylbewerber einziehen. Bislang konnte die Stadt Sontra für die Menschen immer noch andere Unterbringungsmöglichkeiten finden. Ab Dienstag wird die Schule als Notunterkunft aber nicht mehr zu vermeiden sein.

„In den anderen Gemeinschaftsunterkünften haben wir nicht ausreichend Platz“, sagt Klinge. Die Barbaraschule in Sontra soll aber nur als Puffer dienen, um Spitzen abzufangen. 45 Plätze in neun ehemaligen Klassenzimmern stehen zur Verfügung. Bis Ende September werden dem Werra-Meißner-Kreis wöchentlich 15 bis 20 Flüchtlinge zugeteilt. Immer dienstags kommen sie am Landgrafenschloss in Eschwege an. In Zukunft könnten es mehr Menschen sein, die aus den Erstaufnahmelagern in Hessen auf den Kreis verteilt werden. Zahlen für das in einer Woche beginnende neue Quartal hat das Land Hessen noch nicht zur Verfügung gestellt.

Ebenso ungewiss ist, wer ab Dienstag in dem ehemaligen Sontraer Schulgebäude unterkommen wird. „Namen, Nationalitäten und die Anzahl werden uns erst kurzfristig bekannt gegeben“, sagt Klinge. Ziel sei es, die Notfallunterkunft in Sontra so schnell wie möglich wieder zu leeren. Dabei herrsche nach Angaben des Kreises ein Ungleichgewicht: Es kommen mehr Flüchtlinge nach, als den Kreis verlassen können.

Die Stadt Sontra plant für Freitag um 18 eine Bürgerinformation in der Adam-von-Trott-Schule. Zum Tage

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