Flüchtlinge bauen Bühnen ab

Open Flair bedankt sich mit Einkaufsgutschein – Geschäftsleute beteiligen sich

Haben die Gutscheine finanziert: (von links stehend) Andrea Stöber vom Autohaus Stöber, Marco Althans (Vorstand der BKK), Anna Möller von der Warken und Partner, Uwe Linnenkohl (VR-Bank), Larissa Windemuth (Autohaus Stöber), Matthias Kullik (BKK) und Severin Höfner vom Open-Flair-Team sowie (hockend von links) Silke Schreiber (Warken und Partner) und Mark Rathgeber vom Open-Flair-Team. Foto:  Wüstefeld

Eschwege. Noch nie sind die Bühnen auf dem Open-Flair-Gelände so schnell abgebaut worden wie in diesem Jahr. Severin Höfer vom Veranstalterteam weiß auch, warum: „Weil wir Unterstützung von mehr als 50 Flüchtlingen hatten, die uns an drei Tagen geholfen haben.“

Zusammen mit Markus Claus vom Sportkreis Werra-Meißner hat er diese Idee entwickelt, um den Menschen, die aus ihren Heimatländern geflohen sind, eine Arbeit zu geben. Deshalb wurden die Asylbewerber aus den Unterkünften in Eschwege, Eltmannshausen und Weißenborn gefragt. „Wir wollten denen dann gerne Danke für ihre Hilfe sagen“, sagt Mark Rathgeber vom Flair-Team, „einfach bezahlen geht aufgrund der rechtlichen Lage aber nicht.“

Deshalb habe man sich überlegt, Eschweger Gutscheine zu verteilen – was bei einigen Geschäftsleuten der Kreisstadt sofort auf offene Ohren stieß. „Die Asylbewerber sind dankbar, wenn sie was tun können“, sagt Andrea Stöber vom gleichnamigen Skoda-Autohaus in Eschwege. „Und so gelingt die Integration auch schnell.“ Deshalb habe sie sich entschieden, die Gutschein-Idee zu unterstützen. Gleiches haben sich auch die BKK Werra-Meißner, die VR-Bank Werra-Meißner und die Warken und Partner Partnergesellschaft mbB gedacht und haben die Gutscheine mitfinanziert.

Dass sich die Flüchtlinge darüber gefreut haben, zeigt ein Beispiel: Einer der jungen Männer möchte versuchen, seinen Gutschein in eine Fahrkarte einzutauschen, damit er seine Familie in Frankfurt besuchen kann.

„Die Zusammenarbeit zwischen den erfahrenen Mitarbeitern und den Flüchtlingen hat gut geklappt“, sagt Höfer, „und die Verständigung ging auch.“ Denn wenn es mit dem Englischen nicht klappte, wurde auf die Malkünste zurückgegriffen: Gemalte Hühner auf Servietten zeigten, dass in dem Essen kein Schweinefleisch ist. (cow)

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