Fördermöglichkeiten: Bis ins hohe Alter Zuhause wohnen

Werra-Meissner. Der Altersdurchschnitt im Werra-Meißner-Kreis steigt. „Im Jahr 2035 werden hier bereits rund 32 400 Menschen leben, die zur Generation 65plus gehören“, sagt Klaus Michalak, Bezirksvorsitzender der IG Bau Nordhessen mit Bezug auf eine Studie des Pestel-Instituts. Das bedeutet auch: Immer mehr Menschen werden barrierefreien Wohnraum benötigen.

Zum Umbau von Wohnungen und Häusern gibt es etliche Fördermöglichkeiten. Allein 94 Mal unterstützte 2016 im Landkreis die Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) altersgerechte Umbauten, heißt es in einer Mitteilung der IG Bau. Landkreissprecher Jörg Klinge erklärt hierzu, dass die KfW-Förderbank Kredite oder Zuschüsse über das Programm „Altersgerechtes Umbauen“ für Bauarbeiten gewährt, die den Wohnkomfort und die Sicherheit erhöhen und Barrieren reduzieren. So können Eigentümer etwa bis zu 50 000 Euro Kredit ab 0,75 Prozent effektiven Jahreszins erhalten. Investoren bekommen bis zu 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet, maximal 6250 Euro pro Wohneinheit.

 Auch bei der Pflegeversicherung können Zuschüsse bis 4000 Euro beantragt werden, wenn etwa das Bad umgebaut oder eine Rampe am Eingang angebracht werden muss. Verschlechtert sich der Gesundheitszustand und die Pflegestufe wird erhöht, dann kann der Zuschuss erneut beantragt werden. Wichtig sei, dass erst nach Bewilligung mit Bauen begonnen werde, so Klinge.

Auch vom Land Hessen gibt es im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung Geld für den Umbau, wenn eine Schwerbehinderung von mindestens 50 oder einen Pflegegrad vorliegen. Dann werden bis zu 50 Prozent der Umbaukosten getragen – maximal je 5000 Euro für Bad und Küche, 6000 Euro für einen Lift und 2500 Euro für andere förderfähige Umbauten. Die Vergabe erfolgt nach Grad der Behinderung und sozialer Dringlichkeit. (nde)

Mehr zum Thema lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der Werra-Rundschau und im E-Paper.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare