Flyer erläutern Möglichkeiten

Kreisstadt informiert über Dorfentwicklung

Info-Flyer für die Dorfentwicklung Eschwege (Ikek): Engelbert Thielemann (von links), Fachbereichsleiter Planen und Bauen, Bürgermeister Alexander Heppe und Ingenieur Christoph Henke, der die Beratungen für Privatleute anbietet. Foto: Rissmann

Eschwege. Über 100 Beratungen, 49 bewilligte Anträge und bereits 24 abgeschlossene Projekte - das Dorfentwicklungsprogramm in Eschwege ist sehr gut gestartet. „Und das, obwohl wir bislang noch kaum Werbung für das Förderprogramm gemacht haben", sagt Bürgermeister Alexander Heppe.

Für ihn ist das Projekt eine echte „Win-win-win-Situation“: „Privatleute profitieren von den Zuschüssen für Sanierungen, die Stadt profitiert, weil sie als Wohnort attraktiver wird und auch mehr junge Familien lockt, und die lokalen Handwerker von den Aufträgen.“

Gefördert werden mit dem integrierten kommunalen Entwicklungskonzept des Landes (Ikek) sowohl private Sanierungen als auch öffentliche Vorhaben. Um das Programm noch weiter zu verbreiten, hat die Kreisstadt jetzt einen Flyer entwickelt, auf dem alle wichtigen Fakten rund um die Förderung für Privatleute zusammengefasst sind. „Die 5000 Exemplare werden jetzt von den Ortsvorstehern in den Stadtteilen ausgegeben“, sagt Heppe.

Derzeit werden über die Dorfentwicklung förderungsfähige Sanierungsprojekte von Privatleuten mit 35 Prozent, maximal 45 000 Euro pro Projekt, gefördert. „Insgesamt wurden bereits Zuschüsse in Höhe von einer halben Million Euro ausbezahlt, dies entspricht einer Investitionssumme von insgesamt 1,7 Millionen Euro“, berichtet Christoph Henke. Der Witzenhäuser Ingenieur ist von der Kreisstadt beauftragt, die Beratungen für den Förderantrag anzubieten. „Diese erste Beratung ist kostenlos für die Hausbesitzer, es geht darum, sie über die Möglichkeiten aufzuklären“, betont Heppe. Und auch nicht jede Beratung würde zu einem Antrag führen, fügt Henke hinzu.

Seine Beratung wird ebenfalls durch Zuschüsse über das Dorfentwicklungsprogramm finanziert, den Rest zahlt die Kreisstadt. „Doch diese Investition lohnt sich für uns, da mit dem Programm der Kauf eines Altbaus auch für junge Familien attraktiver wird, die dann mithilfe der Fördergelder sanieren können“, sagt Heppe.

Die Förderzuschüsse für private Modernisierungen seien auch nicht gedeckelt, erklärt Henke: „Bis zum September 2020 können noch Anträge gestellt werden.“ Gemeinsam mit Heppe lobte er vor allem die zügige Arbeit bei der für die Bewilligung zuständigen Kreisverwaltung: „Manche Anträge seien innerhalb von zwei Wochen bewilligt worden“, sagt Henke.

Auch Eschwege selbst kann Fördergelder für öffentliche Projekte beantragen, hier ist die Fördersumme allerdings auf zunächst eine Million Euro gedeckelt. Derzeit laufen Anträge für die Umgestaltung des Dorfgemeinschaftshaus Niederdünzebach zu einer Mehrgenerationenwohnanlage, für einen Bootsanleger, der Albungen mit der Werra verbindet, für eine Nordic-Walking-Strecke sowie für einen barrierearmen Rundwanderweg um Eschwege.

Von Diana Rissman

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