Sabine Frackmann leitet jetzt die Kita in Waldkappel

Sabiene Frachmann steht vor der Kita Rappelkiste in Waldkappel
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Vor der Rappelkiste: Seit Anfang August ist Sabine Frackmann die neue Leiterin der Waldkappeler Kindertagesstätte am Europaring.

Sabine Frackmann leitet jetzt die Kita in Waldkappel, nachdem ihre Vorgängerin, Karla Csenar, nach 43 Jahren in den Ruhestand gegangen ist.  

Waldkappel. Nach 43 Jahren wurde Karla Csenar als Leiterin der Waldkappeler Rappelkiste in den Ruhestand verabschiedet, ihre Nachfolgerin ist in der Kindertagesstätte aber keine Unbekannte: Bereits seit 14 Jahren arbeitet die Waldkappelerin Sabine Frackmann in der städtischen Einrichtung und war lange die Stellvertreterin Csenars. Dementsprechend „fließend“ sei nun der Übergang in die neue Position verlaufen, so die 52-Jährige.

Digitalisierung vorantreiben

„Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Eltern uns täglich ihre größten Schätze anvertrauten“, sagt die Mutter zweier mittlerweile erwachsenen Kinder. Sie sehe ihren Beruf eher als eine Berufung. „Vorantreiben möchte ich in der Kindertagesstätte unter anderem die Digitalisierung“, sagt Frackmann. Sie denke dabei an eine spezielle Handy-App, die die Kommunikation mit den Eltern noch weiter verbessern könnte. Die Mitarbeiter der Rappelkiste sollten sowohl für Eltern, Großeltern als auch Kinder Bezugspersonen sein. Genauso wichtig sei es ihr aber auch, die Rappelkiste, die eher am Rand Waldkappels steht, noch weiter in die Stadtgemeinde einzubinden.

Eigenständigkeit fördern

In jedem Fall fortführen möchte Frackmann, die mit ihrem Mann in der Kernstadt lebt, unbedingt den offenen und lernorientierten Ansatz, der in der Rappelkiste gelebt werde. Heißt: Im Laufe des Tages können die Kinder eigenständig wählen, ob sie sich in der Einrichtung beispielsweise im Sport- oder Atelier-Bereich aufhalten möchten. Damit kommen sie auch mit den Kindern der anderen Gruppen in Kontakt und sind nicht nur an ihren eigenen Gruppenraum gebunden – davon würden die Kinder auch in der Hinsicht profitieren, dass sie so die Erzieherinnen finden würden, zu denen sie die besten Bindungen aufbauen könnten. Wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen sei dieser offene Austausch unter den derzeit über 70 Kindergartenkindern aktuell aber nicht möglich.

Anderen Kolleginnen Arbeit abnehmen

Und wie neu sind die Aufgaben als Leiterin einer Kindertagesstätte nun für Frackmann? Mit Karla Csenar hätte sie immer Hand in Hand gearbeitet und kenne die Aufgaben, die nun auf sie zukommen würden. Dazu zählten beispielsweise die Verwaltung, die Jahresplanung oder Treffen mit anderen Kindergarten-Leitern. Dass sie dadurch nun nicht mehr ganz so nah wie zuvor an den Kindern dran sei, störe sie nicht. Im Gegenteil: Sie übernehme diese Aufgaben gerne, denn dadurch würde wiederum den anderen Erzieherinnen mehr Arbeit abgenommen, die diese in die Zeit mit den Kindern investieren könnten, so Frackmann, die mit ihrem Mann in der Kernstadt lebt und zum Entspannen gerne wandert oder mit dem Rad unterwegs ist. 

Corona stellt Einrichtung vor große Herausforderungen 

Die Corona-Pandemie stelle die Kindertagesstätte derweil vor große Herausforderungen. Hygienekonzepte müssten eingehalten, der Kindergartenbetrieb entzerrt werden und die Elternabende würden nun im großen Bürgerhaus in Waldkappel stattfinden. Bei allen Einschränkungen zähle aber eine Sache besonders: den Kindern weiter so viel wie möglich zu ermöglichen.

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