Deutlich geringere Einnahmen

Freibadbetreiber ziehen nach der von Corona geprägten Saison dennoch positive Bilanz

Menschen tummeln sich in den unterschiedlichen Becken des Freibades.
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Das Freibad Sontra konnte auch in der Corona-Saison die meisten Badegäste verzeichnen.

Die Betreiber der Freibäder im Werra-Meißner-Kreis ziehen nach der durch das Coronavirus geprägten Saison eine positive Bilanz. Man sei froh, dass man die Bäder überhaupt für die Gäste habe öffnen können, so der allgemeine Tenor. Außer gelegentlichen Hinweisen auf die Hygiene- und Abstandsregeln hätten sich die Schwimmbadbesucher sehr verantwortungsbewusst und verständnisvoll gezeigt. Der Umsatz wird in diesem Jahr wegen der verkürzten Saison und geringeren Besucherzahlen deutlich niedriger ausfallen.

Werra-Meißner - Erst zu den Sommerferien am 3. Juli waren alle Bäder im Kreis geöffnet worden. Vorausgegangen war eine extreme organisatorische und wirtschaftliche Herausforderung für die Betreiber aufgrund der Corona-Schutzverordnungen durch das Land.

Wanfried

In Wanfried kamen bis zum 30. August 7500 Besucher ins Bad, laut Bürgermeister Wilhelm Gebhard rund 8900 weniger als im Vorjahr. Auch die Erlöse fallen geringer aus: Waren es 2019 noch 43 949 Euro, wurden in diesem Jahr nur 20 144 Euro erzielt. „Der Freibadbetrieb ist immer ein defizitärer Posten im Haushalt, der aber gegenüber dem Nutzen als wichtige Infrastruktureinrichtung der Stadt vertretbar ist“, so Gebhard. Insgesamt 11 725 Besucher nutzten das Freibad in Bad Sooden-Allendorf – 22 755 weniger als im Vorjahr. Aufgrund der um rund 50 Tage verkürzten Saison hätten sich auch die Einnahmen durch die Eintrittsgelder um rund 40 Prozent verringert, teilt die Kurstadt mit.

Sontra

In Sontra besuchten an 59 Saisontagen rund 10 000 Gäste das Bad. 2019 waren es an 100 Tagen noch rund 23 500 Besucher. Auch die Einnahmen verringerten sich: Waren es 2019 noch 53 500 Euro, waren es in diesem Jahr rund 18 000, teilt die Stadt Sontra mit.

Waldkappel

Das Freibad Waldkappel besuchten in diesem Sommer rund 6300 Besucher, in einer normalen Saison sind es laut der Stadt rund 12 000 Menschen. Auch hier seien die Einnahmen eingebrochen.

Datterode

Auch in Ringgau-Datterode hätten weniger Gäste das Bad besucht, berichtet Diana Varsbotter vom Freibad-Förderverein. Genaue Zahlen zum Umsatz könne sie noch nicht nennen.

Von Maurice Morth

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