Landesvorgaben müssen umgesetzt werden

Freibäder im Kreis bleiben noch zu - Bürgermeister beraten über Öffnungstermin

Saisonvorbereitungen weitestgehend abgeschlossen: Ringgaus Bürgermeister Mario Hartmann im Freibad Datterode. Am Montag beratschlagen die Bürgermeister des Kreises über einen gemeinsamen Öffnungstermin aller Bäder.
+
Saisonvorbereitungen weitestgehend abgeschlossen: Ringgaus Bürgermeister Mario Hartmann im Freibad Datterode. Am Montag beratschlagen die Bürgermeister des Kreises über einen gemeinsamen Öffnungstermin aller Bäder.

Ab dem kommenden Montag dürfen Freibäder in Hessen wieder öffnen. Im Werra-Meißner-Kreis dürfte es allerdings noch einen Moment dauern, bis es so weit ist.

Die Hessische Landesregierung hat in dieser Woche weitere Corona-Lockerungen beschlossen. Unter anderem sind ab dem kommenden Montag, 15. Juni, Badeseen und Freibäder mit einem entsprechenden Infektions- und Zugangskonzept wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. 

Im Werra-Meißner-Kreis müssen sich die Badefreunde aber voraussichtlich noch bis Ende Juni/Anfang Juli gedulden, bestätigen Sontras und Wanfrieds Bürgermeister Thomas Eckhardt und Wilhelm Gebhard.

Die Amtsträger, in deren Kommunen Bäder vor der Öffnung stehen, treffen sich am kommenden Montag in Wanfried, um sich über einen gemeinsamen Öffnungstag der Bäder im Kreis zu beratschlagen und sich über die vom Land eingeforderten Schutzkonzepte auszutauschen.

Vorgaben des Landes müssen umgesetzt werden

Grundsätzlichen sind die Vorbereitungen in den Schwimmbädern für die Saison weitestgehend abgeschlossen. In den kommenden Wochen wird es darum gehen, die seit Mittwoch bekannten Vorgaben des Landes individuell an die Bäder anzupassen, so Eckhardt und Gebhard.

Bekannt ist, dass in den Bädern eine Fünf-Quadratmeter-Regel eingehalten werden muss: Heißt, es darf sich im Becken wie auch außerhalb des Beckens, etwa auf der Liegewiese, nur eine Person pro fünf Quadratmeter aufhalten. 

Der Zutritt soll möglichst ohne Warteschlangen erfolgen, Einzelumkleiden, Wechselspinde und Schließfächer sowie sanitäre Anlagen dürfen bei entsprechender Reinigung genutzt werden. In allen Bädern muss außerdem ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

Schwimmbadbetrieb nur mit Verständnis der Bevölkerung

„Jede Gemeinde muss nun ihre Hausaufgaben machen“, sagt Eckhardt. Es müsse nun individuell ermittelt werden, wie viele Besucher zeitgleich ins Bad dürften, wie der Einlass geregelt werde, ob es Eintrittskarten nur im Internet zu kaufen gebe, wie die Öffnungszeiten geregelt würden und wie viel ein Besuch koste. Der gesamte Schwimmbadbetrieb in diesem Jahr ginge nur mit Zugeständnissen und Verständnis der Bevölkerung, sagt Sontras Bürgermeister.

„Auch müssen für manche Bäder erst einmal Dienstleister gefunden werden, die diese drei bis fünf Mal am Tag reinigen“, ergänzt Gebhard. Bis alles umgesetzt sei, dauere es eben noch ein bis zwei Wochen, zumal die Landesregierung die Öffnung nur mit kurzer Vorlaufzeit verkündete. 

Auch er bittet um Verständnis für die Betreiber: Vor zwei Monaten sei eine Öffnung noch undenkbar gewesen, das sei nun eine positive Entwicklung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare