„Wir setzen auf euch“

Klimaschutz: Freie Wähler laden ein zum Gedankenaustausch mit Fridays-for-Future-Bewegung

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EWerden 2020 fortgesetzt: die Protestaktionen der Fridays-for-Future-Bewegung Eschwege. Doch dabei soll es nicht bleiben: Die Jugendlichen haben viele Pläne

Was wünschen sich die Jugendlichen der Eschweger Fridays-for-Future-Bewegung , was haben sie vor im Jahr 2020, dem Jahr, das für den globalen Klimaschutz entscheidend sein dürfte? Die Freien Wähler luden ein zum Gedankenaustausch. 

Die Jugend will plötzlich vernünftig sein. Es ist eine erstaunliche Generation, die sich gerade auf den Weg macht, Klima und Planeten zu retten – in vielen zwar kleinen, aber wohlbedachten Schritten. Äußerst rege und aktiv dabei sind die Jugendlichen der Eschweger Fridays-for-Future-Bewegung, und das müssen sie auch: Es gibt noch viel zu tun.

Die Zukunft

Aber was wünschen sich die Jugendlichen, was haben sie vor im Jahr 2020, dem Jahr, das für den globalen Klimaschutz entscheidend sein dürfte? Die Schüler Sophie Wetzel (Waldkappel) und Marian Maske standen nun auf Anregung der Freien Wähler Werra-Meißner einer ausgesuchten Gruppe Bürger Rede und Antwort. „Die Umweltfrage ist die entscheidende der Zukunft“, bekräftigte Dr. Claus Wenzel, Kreisvorsitzender der Freien Wähler, und: „Wir setzen auf euch.“

Die Vorhaben

Die örtliche Fridays-for-Future-Bewegung werde sich weiterhin an allen überregionalen Streiktagen beteiligen, sagt Sophie Wetzel, Gründungsmitglied der ersten Stunde. Mit den Forstämtern Rotenburg und Wehretal stehen die Jugendlichen zudem in Verhandlungen über mögliche Baumpflanzaktionen. „Wiesen wie etwa die oberhalb des Eschweger Friedhofs könnten in sogenannte Bienenwiesen umgewandelt werden“, schlägt Marian Maske vor.

Die Ideen

Engagiert: Sophie Wetzel und Marian Maske sind Teil der Fridays-for-Future-Bewegung Eschwege.

Möglich ist in Sachen Klimaschutz vieles: „Zum Beispiel, Schüler von Grundschulen und Sekundarstufen I schon früh für das Thema Umwelt zu sensibilisieren“, sagt Sophie Wetzel. Eine denkbare Variante der Ansprache sei die über die Kirchen – die hohe gesellschaftliche Akzeptanz der Institution mache diesen Weg attraktiv.

Die Wünsche

Um ihre Vorhaben umzusetzen, wünschen sich die Jugendlichen (noch) mehr Unterstützung aus den Rathäusern. Paradebeispiel sei die Stadt Sontra, „die für jedes Neugeborene einen Baum pflanzt“, so das Duo. Nicht nur werde so die Identifikation mit der Heimatstadt gestärkt; auch entstünden Grünflächen und in der Folge saubere Luft. Kommunal organisierte Müllsammelaktionen seien außerdem dem Umweltgedanken besonders förderlich.

Die Bilanz

„Sensibilisieren ja – Panikmache nein“ – Aufklärung gehe nicht zwangsläufig einher mit Hysterie, bilanzierten die Teilnehmer des Gedankenaustauschs. Umweltschutz – der beginne schon im Kleinen, Zuhause, wo Geräte eben nicht im Stand-by-Modus laufen sollten, wo unbenötigte Lichtquellen ausgeschaltet und Müll getrennt wird. Klimaschutz – das Thema geht uns alle an.

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