Man Kin Lam, Sohn chinesischer Eltern, aus Bad Sooden-Allendorf engagiert sich bei der Eschweger Tafel

Die freie Zeit sinnvoll nutzen

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Man Kin Lam (rechts) und Fahrer Tino Holzapfel sammeln täglich die von Geschäften gespendeten Waren ein. Bis zu 100 Kilometer kommen pro Tag an Fahrstrecke zusammen.

Eschwege. Warum gerade die Eschweger Tafel? Man Kin Lam, Sohn chinesischer Eltern, aufgewachsen und wohnhaft in Bad Sooden-Allendorf, ist nach einem BWL-Studium in Göttingen auf der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz. Bisher erfolglos.

„In der Zeit der Suche und bis ich etwas gefunden habe, möchte ich aber auch etwas Sinnvolles tun“, beschreibt Man Kin Lam, warum er nach Vermittlung der Eschweger Freiwilligenagentur Omnibus gerade bei der Eschweger Tafel nachfragte, ob er als ehrenamtliche Kraft helfen kann.

Außerdem ist ihm wichtig, so Man Kin Lam, „dass noch verzehrfähige Lebensmittel nicht direkt in den Abfall wandern, sondern ein vernünftiger Weg der Weiterverwendung gefunden wird. Da die Eschweger Tafel für Bedürftige eine große Stütze ist, empfinde ich ihr Engagement unter dem Motto Essen, wo es hingehört als eine sehr gute Sache“.

Andere Menschen ermuntern

Die Eschweger Tafel nahm Man Kin Lam mit offenen Armen auf. Die Vorsitzende Margot Furchert: „Bei uns sind ehrenamtliche Helferinnen und Helfern immer willkommen. Bei unseren ständig wachsenden und vielfältigen Aufgaben und immer noch steigender Kundenzahl wird jede helfende Hand gebraucht!“

Aber auch bei Krankheiten der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer muss schnell umdisponiert werden. Zum Beispiel zum Einsammeln der Waren in Eschwege und dem gesamten Kreisgebiet, denn die Fahrer der Tafel sind mit dem Mercedes Sprinter von Montag bis Samstag unterwegs. Ausgabe der eingesammelten und gespendeten Waren an die rund 150 Familien mit zirka 500 Personen sind dann Montag, Mittwoch und Freitag.

Man Kin Lam hilft beim Einsammeln der Waren. Mit Fahrer Tino Holzapfel, dem das Eschweger Jobcenter einen vom Europäischen Sozialfonds bezahlten Bürgerarbeitsplatz bei der Tafel vermittelte, besuchen die beiden nicht nur Eschweger Geschäfte, sie fahren auch Läden in Bad Sooden-Allendorf, Reichensachsen, Waldkappel, Sontra und Wanfried an. So kommen an einem Tag schon mal 100 Kilometer zusammen, ehe die Waren in der Eschweger Tafel in der Hindenlangstraße ausgeladen werden können.

„Die Arbeit bei der Eschweger Tafel macht mir viel Freude. Das ist eine Super-Tätigkeit, denn ich weiß, dass ich damit anderen Menschen helfe“, blickt Man Kin Lam auf die ersten Tage seiner Tätigkeit bei der Tafel zurück. „Ich möchte aber auch andere Menschen ermuntern, sich für eine solche ehrenamtliche Tätigkeit zur Verfügung zu stellen“, macht der Badestädter denen Mut, die noch zögern. Weitere Einzelheiten sind unter www-eschweger-tafel.de zu erfahren. (sf)

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