Im Gespräch mit den Fridays-For-Future-Schülern: Sie wollen ernst genommen werden

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Flach am Boden: So soll es dem Klima gehen, wenn sich nichts ändert.

Vor den Fridays-For-Future-Demonstrationen am Freitag haben sich die Schüler zum Picknick getroffen. Wir haben uns unter die Schüler gemischt, um uns ihre Befürchtungen anzuhören.

 „Wir wollen ein Zeichen setzen und ernst genommen werden“, sagt Tom Willinger vom Beruflichen Gymnasium beim Picknick im Schlossgarten in Eschwege vor der Fridays-for-Future- Demonstration. 

Dort hatten sich die Demonstranten versammelt, um gemeinsam zu auf der Wiese zu picknicken. Das Organisationsteam teilte Obst und Gemüse aus und die letzten Plakate wurden noch fertig gebastelt.

„Wir wollen etwas für die Welt tun und den Klimawandel aufhalten. Wir versuchen heute, die Politiker wachzurütteln“, betont Jule Dobat aus dem Organisationsteam. Die Schülerin ist begeistert von der weltweiten Bewegung am gestrigen Freitag. „Überall wird demonstriert, in fast allen Städten versammeln sich heute Tausende Menschen für das Klima, selbst in New York und anderen Metropolen“, erzählt die Schülerin des Beruflichen Gymnasium, die alle ihre Freunde in den Schlosspark mitgebracht hat.

Nach einem gemütlichen Beisammensein setzten sich die Demonstranten um 14.30 Uhr in Bewegung. Mit lauter Musik, Megafonen und Plakaten in der Hand liefen die zirka 200, vor allem jungen Leute, los. Die Straßen und Kreuzungen wurden von der Polizei gesichert, so konnte problemlos auf der Bahnhofstraße bis zum Verkehrskreisel an den Anlagen marschiert werden. „Es kann plötzlich viel Geld aufgebracht werden, wenn eine Kirche brennt, doch uns brennt gerade der Arsch weg“, flucht Lara Friedrich aus dem Organisationsteam.

Angekommen am Kreisel wurde ein Countdown herunter gezählt. Alle fielen um und lagen flach auf dem Boden und symbolisierten damit die dramatische Situation des Klimas und dessen Ausgang, wenn sich Menschen und Politik in der Zukunft nicht ändern. Als alle wieder auf den Beinen waren, wurde der Aufstand weiter geführt. 

Hunderte bei Friday für Future in Eschwege

Am Ende kamen alle Teilnehmer am Marktplatz in Eschwege vor dem Rathaus an. Dort wurden dann Redebeiträge zu verschiedenen Umweltthemen von Schülern und Erwachsenen vorgetragen. „Heute müssen Entscheidungen fallen“, so Jule Dobat.

Von Carolin Eberth

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