Eine Kette für den Frieden

Friedensbewegung ruft Samstag in Eschwege zu Menschenkette auf

Menschen mit bunten Peace-Fahnen laufen durch die Eschweger Innenstadt.
+
Gegen Aufrüstung: Am kommenden Samstag soll eine Kette aus Friedensaktivisten durch die Eschweger Innenstadt die beiden Parteibüros von CDU und SPD verbinden.

Die Friedensbewegung im Werra-Meißner-Kreis will am Samstag, 5. September, in Eschwege im Nachgang zum Antikriegstag ein Zeichen setzen und für Abrüstung und gegen Aufrüstung demonstrieren. Verbunden damit ist ein Appell an die Bundesregierung.

Eschwege - Der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Friedensforum Werra-Meißner und die Friedensfabrik Wanfried organisieren ab 11 Uhr eine Menschenkette in Eschwege und wollen damit für Abrüstung statt Aufrüstung werben. Geplant ist, die örtlichen Parteibüros der beiden Regierungsparteien CDU und SPD mit der Menschenkette zu verbinden. Das Ganze soll als Symbol der notwendigen Zusammenarbeit und als Appell für die Erfüllung der Ziele der Friedensbewegung verstanden werden.

Forderungen und Ziele

Die Friedensaktivisten wollen die Bundesregierung auffordern, den UN-Atomwaffenverbotsantrag zu unterstützen, die US-Atomwaffen aus dem pfälzischen Büchel abzuziehen, und sie betonen immer wieder die Wichtigkeit von Abrüstung statt Aufrüstung. „Statt Milliardenbeträge in Rüstung und Krieg zu stecken, soll man lieber in Gesundheit, Bildung, Klimaschutz, Verkehrswende und sozialen Wohnungsbau investieren und die internationale Zusammenarbeit unterstützen“, so die Aktivisten.

Kundgebung

Bei einer kleinen Kundgebung auf dem Stad sollen diese Forderungen erläutert und Vertretern von CDU und SPD nahegelegt werden. Bei der Kundgebung werden DGB-Kreisvorsitzende Anja Neumann-Achtelik, Dr. Henry Stahl von der internationalen Ärztevereinigung gegen den Atomkrieg, Wolfgang Lieberknecht von der Friedensfabrik Wanfried und Friedensaktivist Reiner Braun sprechen.

Hygienemaßnahmen

Um die Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können, halten sich die Menschen in der Kette nicht an den Händen, sondern werden über Bänder und Fahnen miteinander verbunden. Dadurch soll ein ausreichender Abstand gewährleistet werden. Außerdem braucht es so weniger Menschen, um die beiden Büros zu verbinden. Trotzdem rechnen die Veranstalter mit 100 bis 300 Teilnehmern. Es stehen ausreichend Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe zur Verfügung. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes sei freiwillig.

Gegen Rechts

Auf der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin mischten sich unter die Friedensflaggen Rechtsextremisten mit Reichsflaggen. „Davon wollen wir uns klar distanzieren. So etwas hat bei uns keinen Platz“, sagt Andreas Heine vom Friedensforum Werra-Meißner.  Von Anna Schellhase

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare