Mitarbeiter des Eschweger Bauhofs beseitigen Schlaglöcher

Frost lässt Straßen leiden

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Mit Kalt-Füllmaterial werden die aufgebrochenen Stellen ausgebessert. Der Winter hat deutlich sichtbare Spuren an den Straßen hinterlassen.

Eschwege. Der Winter hat Spuren an den Straßen hinterlassen. Neben den üblichen Unterhaltungsarbeiten müssen jetzt vermehrt Frostschäden beseitigt werden.

Ein kleiner Riss in der Fahrbahndecke, der im Herbst kaum zu erkennen war, hat sich zum zentimetertiefen Schlagloch entwickelt. „In Eschwege halten sich die Schäden in Grenzen, weil wir seit Jahren in die Unterhaltung unserer Straßen investieren“, erklärt Albert Rimbach vom Bauhof.

Ganz verschont geblieben ist die Kreisstadt allerdings auch nicht. Die Männer vom Bauhof rücken mit Baumaterial und leichtem Gerät aus und flicken die beschädigten Stellen. Vor allem die Übergänge zwischen Fahrbahn und Kanaldeckeln sind oft aufgebrochen.

Erst nur provisorisch

In welchem Umfang Bundes- und Landesstraßen beschädigt sind, kann Hessen Mobil noch nicht sagen. „Erst wenn der Frost komplett aus dem Boden ist, werden wir mit der Erfassung beginnen“, sagt Behördensprecherin Cornelia Höhl. Bis dahin würden lediglich die sichtbaren Schäden provisorisch beseitigt. Damit die erst gar nicht entstehen, setzt Eschwege auf die aufwändige Straßenunterhaltung. „Bis zu 60.000 Quadratmeter sanieren wir im Jahr“, so Rimbach.

Der Bauhof bereitet die Straßenabschnitte vor, eine Spezialfirma trägt das Füllmaterial mit einem Bauzug auf. Risse und kleine Löcher werden so aufgefüllt und dauerhaft repariert. Das kostet nach Angaben Rimbachs lediglich zwischen vier und fünf Euro pro Quadratmeter.

„Wenn die Straße erst richtig kaputt ist, müssen 80 bis 120 Euro für die Sanierung ausgegeben werden“, rechnet Rimbach vor. Grund genug, sich gegen Mittelkürzungen in der Straßenunterhaltung zu wehren. „Irgendwann rächt sich das“, sagt Rimbach, „wenn wir fällige Unterhaltungsarbeiten auch nur um ein Jahr verschieben, kann das schon zu spät sein.“

In feine Risse in der Fahrbahnoberfläche dringt Feuchtigkeit ein. Das Wasser friert bei starkem Frost und sprengt den Straßenbelag regelrecht auf. Einfache Unterhaltung mit geringen Mitteln funktioniert dann nicht mehr. Die Straßen müssen von Grund auf saniert werden, was zu einem erheblichen finanziellen Mehraufwand führt.

Von Harald Sagawe

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