Verfolgungsjagd an der A49 - Pitbull-Terrier getötet

Fünf Schüsse bei SEK-Einsatz in Lohfelden: Mann verhaftet

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Lohfelden/Darmstadt. Beim Einsatz eines Spezial-Einsatz-Kommandos (SEK) der Polizei ist am Dienstagnachmittag in Lohfelden ein 35 Jahre alter Mann festgenommen worden.

Das teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt Mittwochnachmittag mit.

Vorausgegangen war kurz nach 15 Uhr eine Verfolgungsjagd zu Fuß. Der Beschuldigte hatte offenbar versucht, über die nahe des ehemaligen Peugeot-Autohaus in der Max-Planck-Straße, wo er festgenommen wurde, verlaufende Autobahn 49 zu flüchten. Wie Augenzeugen gegenüber unserer Zeitung berichteten, verfolgten vermummte SEK-Angehörige ihn mit gezogener Waffe. Einer habe daraus fünf Schüsse abgegeben. Sie töteten einen Pitbull-Terrier, der möglicherweise dem 35-Jährigen gehörte. Der Beschuldigte wurde bei der Festnahme laut Staatsanwaltschaft nicht verletzt.

Aktualisiert:  14.14 Uhr

Zeitgleich mit dem Einsatz in Lohfelden fand in Höxter (Nordrhein-Westfalen) eine weitere Polizei-Aktion statt, dort wurde ein 30-Jähriger festgenommen. In dessen Wohnung habe manspäter 400 Gramm einer drogenverdächtigen Substanz und 2500 Euro an Bargeld sichergestellt, teilte Staatsanwältin Nina Reininger mit. Die beiden Beschuldigten sollten am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Hintergrund der beiden Polizei-Einsätze sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Darmstadt wegen des Vorwurfs der räuberischen Erpressung. Die beiden Festgenommenen sollen einer rockerähnlichen Gruppierung im Raum Kassel/Göttingen angehören.

Ein 31 Jahre alter Mann aus Rüsselsheim, der ebenfalls Mitglied gewesen sein soll, sei von den beiden Beschuldigten geschlagen worden. Außerdem hätten sie ihn zweimal aufgesucht, um 15.000 Euro von ihm zu kassieren, er habe jedoch die Zahlung verweigert.

Das Amtsgericht Darmstadt hat gegen die beiden Männer Haftbefehle erlassen, die am Dienstag durch das SEK Kassel vollstreckt wurden.

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