Für Eschweger Kinder werden zwei neue Tagesstätten geplant

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So soll der neue Kindergarten aussehen: Platz für drei Gruppen soll der neue Kindergarten haben, den ein privater Investor in Nachbarschaft zum Waldorf-Kindergarten am Bahnhof in Eschwege bauen möchte. 

Eschwege. In Eschwege sollen zwei neue Kindergärten gebaut werden. Das jedenfalls sieht ein Vorschlag des Magistrats vor, der am Donnerstagabend während einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Familie und Soziales sowie für Bauen und Umwelt im Rathaussaal vorgestellt und diskutiert wurde.

Die Erweiterung zum Waldorf-Kindergarten auf dem Grundstück hinter dem früheren Bahnhof will ein Eschweger Unternehmer bauen. Der Waldorfkindergarten würde die Einrichtung in direkter Nachbarschaft zum eigenen Kindergarten betreiben, die Stadt würde – wie auch für alle übrigen Tagesstätten freier Träger – das Betriebskostendefizit übernehmen. Die neue Tagesstätte auf dem Postareal an der Friedrich-Wilhelm-Straße will die Stadt zunächst vom Eigentümer pachten und später kaufen.

„Die Arbeitsgruppe hat sich in zahlreichen Sitzungen intensiv mit der Thematik beschäftigt und ist zu dem Ergebnis gekommen, der Politik dieses Konzept zu empfehlen“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe. Die übrigen Varianten seien ebenfalls geprüft worden. Einige seien aus unterschiedlichen Gründen nicht umsetzbar, andere weniger attraktiv als die gestern Abend während der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Bauen und Umwelt sowie für Soziales und Familien präsentierte Lösung mit den beiden Standorten.

Mit der Erweiterung des Waldorf-Kindergartens entstehen nach Einschätzung des Bürgermeisters Betreuungsplätze dort, wo sie benötigt werden. Das Bahnhofsumfeld entwickelt sich zunehmend zum Wohnquartier. Erst vor wenigen Wochen hatte ein Investor angekündigt, dort in einem ersten Schritt 34 Wohnungen und in einem zweiten Bauabschnitt weitere 34 Wohnungen bauen zu wollen. Ein weiteres Wohnbauprojekt in Bahnhofsnähe ist in Vorbereitung.

Mit der Entwicklung des Postareals, so Heppe, „wird es möglich, ein denkmalgeschütztes Gebäude zu nutzen“.

Der Teil des Postgebäudes an der Friedrich-Wilhelm-Straße würde zunächst im Erdgeschoss umgebaut. In den oberen Etagen könnte bei Bedarf weiterer Raum generiert werden. Der Posthof soll entsiegelt und als Freifläche genutzt werden. Mit den vier Gruppen dort und den drei neuen Waldorf-Gruppen entstehen in Eschwege zwei Gruppen mehr, als im Juni-Beschluss der Stadtverordnetenversammlung als Minimallösung verlangt werden.

Mit dieser Lösung müsste die Stadt Investitionsmittel in Millionenhöhe nicht aufbringen, hätte stattdessen aber höhere laufende Ausgaben für Miete und Betriebskostenzuschuss.

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