Für WFG-Geschäftsführer Siegfried Rauer beginnt heute der Ruhestand

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Abschied: Siegfried Rauer verlässt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner. Nach 27 Jahren an der Spitze geht der Geschäftsführer in den Ruhestand. 

Eschwege. „Langweilig wird mir nicht werden“, sagt Siegfried Rauer mit Blick auf den bevorstehenden Ruhestand. Gestern hatte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner seinen letzten Arbeitstag im Zentrum der Wirtschaft

Eineinhalb Jahre später als es die Rentenregelung vorsieht. Im kommenden Monat feiert der verheiratete Vater dreier erwachsener Kinder seinen 67. Geburtstag.

„Ich habe so viel“, sagt der aktive Ruheständler. Mit den Händen arbeiten wolle er, am eigenen Häuschen im Münsterland das eine oder andere erledigen. Und dann gibt es dort auch noch das alte Schlagzeug aus längst vergangenen Tagen. „Ich habe früher halbprofessionell in einer Band gespielt“, erzählt Rauer aus alten Zeiten.

Ganz abreißen lassen will er den Kontakt zum Werra-Meißner-Kreis nicht. 27 Jahre stand Rauer an der Spitze der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Viel Interessantes habe er während seiner Zeit in Nordhessen im Vorbeifahren aus dem Auto gesehen. „Das werde ich jetzt mit dem Rad oder zu Fuß erkunden.“ Und gemeinsam mit seiner Frau wolle er reisen. Eine Flusskreuzfahrt steht ganz oben auf der Liste.

Siegfried Rauer kam wenige Monate nach der Grenzöffnung in den Werra-Meißner-Kreis und zur kurz zuvor gegründeten Wirtschaftsförderungsgesellschaft. „Eine ganze Menge hervorragender Dinge“, antwortet der Wirtschaftsförderer auf die Frage nach den Höhepunkten seines beruflichen Engagements im Werra-Meißner-Kreis. Viele Ideen seien umgesetzt worden, andere gescheitert.

„Das Konzept für den Magnapark bei Neu-Eichenberg war richtig gut“, blickt er zurück. „Leider ist es nicht realisiert worden.“ Auf der Habenseite steht die Entwicklung von Unternehmensideen aus kleinsten Anfängen zu florierenden mittelständischen Unternehmen. Rauer nennt beispielhaft das Eschweger Sicherheitsunternehmen (ESU). Viele Steine hätten aus dem Weg geräumt werden müssen; heute ist die Firma mit Sitz in Grebendorf weltweit unterwegs.

„Wichtig ist mir in der Rückbetrachtung festzustellen, dass wir die richtigen Mitarbeiter gefunden haben“, sagt Rauer über die Belegschaft der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Für die Zukunft wünscht sich der scheidende Geschäftsführer mehr Kooperation der Städte und Gemeinden bei der Entwicklung von Gewerbeflächen. „Die interkommunale Zusammenarbeit war vor einigen Jahren ausgeprägter, dabei wäre das gerade heute gefragt“, sagt er. „Das ist das, was mich aufregt; schließlich ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der erste interkommunale Zusammenschluss im Werra-Meißner-Kreis.“

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