„Die beste Zeit meiner Karriere“

G.G. Andersons Album "Summerlove" stürmt Charts

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Immer noch dick im Geschäft: Der Eschweger Gerd Grabowski, alias G.G. Anderson, ist mit seinem aktuellen Album so erfolgreich wie nie zuvor. 

Eschwege. Der Eschweger Schlagerstar G.G. Anderson hat mit seinem neuen Album Summerlove den Geschmack seiner  Fans getroffen: Zwischenzeitlich stand das Album vor den Rolling Stones und Helene Fischer. 

Mit 68 Jahren und nach einer fast 40-jährigen Karriere hat der Eschweger Schlagerstar noch mal sein Umfeld umgestellt. Der radikale Schnitt hat sich gelohnt. Sein neuestes Album „Summerlove“ ist auf Platz fünf in den Album-Charts eingestiegen.

G.G. Anderson, Ihr jüngstes Album ist gleichzeitig ihr erfolgreichstes. Erleben Sie gerade einen zweiten Frühling?

G.G. Anderson: Das stimmt. „Summerlove“ ist erfolgreicher als „Mamma Lorraine“, mit dem ich am Anfang meiner Karriere auf Platz zehn in den Single-Charts stand. Ich war aber nie richtig weg. Es ist aber schon ein geiles Gefühl im Moment. Als ich gesehen haben, dass ich ein Wochenende lang vor Helene Fischer bei iTunes und Amazon stand, bin ich drei Tage nur geschwebt.

Fühlt sich so ein Erfolg nach über 40 Jahren im Geschäft besser an als die frühen Erfolge?

Anderson: Ja, denn heute kann ich den Erfolg besser schätzen. Es ist nicht selbstverständlich nach so vielen Jahren auf der Bühne noch mal so einzuschlagen. Das ist die beste Zeit meiner Karriere und ich kann es dazu auch richtig genießen.

Ist Schlager wieder cool?

Anderson: Auf jeden Fall. Es ist richtig angesagt. Es hilft natürlich, dass große Namen wie Helene Fischer oder Vanessa Mai im Moment so präsent sind. Aber sind wir doch mal ehrlich: Auf keiner guten Party darf Schlagermusik fehlen. Eine Skihütte ohne Schlager wäre undenkbar. Schade nur, dass es mittlerweile zu wenig Hörfunksender gibt, die Schlager spielen.

Wie kommt es, dass das aktuelle Album so eingeschlagen hat?

Anderson: Ich habe schon bei der Schlager-Hitparade-Tour, mit der ich auch in Eschwege gastiert habe, gemerkt, dass die Leute nur beim Anspielen des Refrains der neuen Lieder total abgegangen sind. Das könnte daran liegen, dass ich einige Personalien in meinem Umfeld geändert habe. Ich arbeite jetzt beispielsweise mit Produzent Gerd Jakobs zusammen, der auch für Andrea Berg oder Wolfgang Petry arbeitet. Außerdem habe ich mit Bernd Schütz einen neuen Co-Autor, der mit mir textet und komponiert.

Und auch das Management ist seit Anfang des Monats ein neues?

Anderson: Ja, nach über 16 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit habe ich mich von Christine Knoche-Gaydos getrennt. Das waren gute Jahre, doch es war für mich Zeit für einen Wechsel. Prantl-Promotion hat jetzt das Management übernommen. Ich freue mich auf eine langfristige Zusammenarbeit.

Sie werden Ende des nächsten Jahres 70, hatten in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Was bringt die Zukunft?

Anderson: Ich habe einige Pläne. Zum einen bin ich in der nahen Zukunft bei vielen Fernsehauftritten. Zum anderen plane ich, zu meinem 70. Geburtstag eine Autobiografie herauszubringen. Einige Eschweger planen außerdem ein G.G.-Anderson-Museum, das ich mit Klamotten und anderen Dingen unterstützen will. Und im nächsten Jahr ist ein Auftritt in China in einem 70.000-Mann-Stadion geplant, das live im chinesischen Staatsfernsehen übertragen wird. Das wird spannend.

70.000: Haben Sie schon einmal vor so einer Kulisse gespielt?

Anderson: Nicht wirklich. Am Wannsee sollen es zusammen mit Wolfgang Petry mal 150.000 Leute gewesen sein. Auf der Waldbühne in Berlin waren es 25.000 Fans.

Große Masse oder intimer Rahmen: Welche Auftritte sind einfacher?

Anderson: Wenn 25.000 Menschen deine Lieder mitsingen, gibt das Gänsehaut. Wenn mir gesagt wird, ich soll vor 50 Leuten singen, dann habe ich schon mal die Hose voll. 

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