Imkerverein entwickelt Konzept

In Eschwege entsteht ein Garten für Bienen

Große Pläne. Thomas Krüger, Vorsitzender des Imkervereins Eschwege, erklärt Bürgermeister Alexander Heppe (rechts) gemeinsam mit seinen Kollegen das Vorhaben „Immengarten“. Foto: Sagawe

Eschwege. Den Bienen geht es schlecht, und die Eschweger Imker wollen etwas dagegen tun. Auf dem brachliegenden Gelände neben der Jugendherberge entsteht ein Immengarten. Auf 1600 Quadratmetern planen die 80 Vereinsmitglieder eine Musterlandschaft mit reichhaltiger Bepflanzung und Bienenstock. Beispielhafte Voraussetzungen für die Insekten und Informationszentrum gleichzeitig sollen in den nächsten fünf Jahren entstehen und rechtzeitig zum 125-jährigen Bestehen des Vereins und dem zeitgleich stattfindenden hessischen Imkertag 2020 in den Grundzügen fertig sein.

„Das Konzept muss wachsen“, sagt Vereinsvorsitzender Thomas Krüger und erklärt, dass das Projekt in seiner Entwicklung ständigem Wandel unterliegt. Zwei Mitglieder des Eschweger Vereins werden vom Landesverband geschult und geben ihr Wissen weiter. Mit der Brüder-Grimm-Schule gibt es eine Kooperation – eine Arbeitsgemeinschaft befasst sich mit Imkerei. Zusammenarbeit findet auch mit der Jugendherberge statt. Besucher können sich zu Führungen anmelden. Gedacht ist dabei in erster Linie an Schulklassen.

„Wir wollen den Eschwegern außerdem zeigen, wie sie ihren Garten bienengerecht bepflanzen können“, so Thomas Krüger. Die Vielfalt lasse oft zu wünschen übrig, die Blühdauer beschränke sich auf eine zu kurze Zeit. Dabei könnten den Bienen theoretisch von Anfang März über den gesamten Sommer hinweg bis in den November hinein blühende Pflanzen angeboten werden.

Die 80 Mitglieder des Imkervereins Eschwege betreuen rund 300 Bienenvölker. Im gesamten Werra-Meißner-Kreis gibt es etwa 300 Imker, die in acht Vereinen organisiert sind. Rund 1200 Völker werden betreut. „Das könnten eigentlich mehr sein“, sagt Thomas Krüger. Allerdings bereite ein Großimker aus Norddeutschland Probleme. Der stelle saisonal mal eben 500 Völker in mobilen Bienenstöcken in der Region ab. Das gefährde den heimischen Bestand ebenso wie der übertriebene Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft.

Von Harald Sagawe

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