Johannisfest 2020

Auch ohne Eröffnungsshow: Das Gedicht zum Johannisfest von Bürgermeister Alexander Heppe

Bürgermeister Alexander Heppe , Johannisfest Eschwege
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Reim auch zum Johannisfest 2020: Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe.

Auch ohne große Eröffnung im Zelt: Eschweges Bürgermeister hat zum Johannisfest 2020 gereimt und am Freitagabend über die WR und den Radiosender Rundfunk Meißner veröffentlicht.

Eine gute Tradition, die gibt es dies‘ Jahr nicht: ich trag‘ es nicht im Festzelt vor, das Johannisfestgedicht. Sondern sitz‘ vorm Mikrofon bei Radio RFM, auf Neunundneunzig Komma Sieben, für die, die es nicht kenn‘.

Mensch Freunde, dieses Jahr das ist so ungewohnt wie nie. Alles ist so anders wegen dieser Pandemie! Doch einiges, das wollen wir, in diesem Jahr erhalten denn Tradition erfreut bei uns die Jungen und die Alten.

Die Menschen dieser Stadt haben sich was ausgedacht, und dem Dietemann gemailt, mal sehen, was der draus macht. Johannisfestbrötchen, Festschrift und natürlich die Plakette. Wäre ja kein Johannisfest, wenn man die nicht hätte.

Ein Aufkleber ergänzt die Plakette in diesem Jahr, damit man nicht vergisst, dass Corona aktiv war. Die Nachwelt wollen wir gern erinnern an diese Zeiten, und hoffen auf viele Fotos, Filme, Dokumente von den Leuten. Vorm Familienbüro da liegen wunderschön bemalte Steine. Familien waren kreativ, eine schöne Geste, wie ich meine!

Die Häuser schön herausgeputzt, mit blau-weiß-bunten Fahnen, die Maien frisch davorgestellt, dass lässt uns schon erahnen, wie wichtig dieses Fest ist für die Menschen unserer Stadt, die in großer Not stets zusammengehalten hat.

So verrückt geworden, ist sie, diese unsere Welt, dass die größte Nähe man dann zeigt, wenn man Abstand hält, Maske trägt, die Hände wäscht und große Gruppen meidet, auch wenn darunter, ich geb‘ es zu, die Feierlaune leidet.

Altstadtfest und Festzelt diesmal nicht, dann feiern wir halt im Kleinen. Hauptsache, man ist dabei und mit den Nachbarn ganz im Reinen. Denn AKE und Bratwurst, das sage ich Euch im Vertrau’n, reicht man heutzutage einfach über’n Gartenzaun! Prostet sich dann freundlich zu, mit Schoppen aus der Ferne, und wünscht „frohes Johannisfest“, denn: man hat sich gerne!

Doch zu vielen Freunden sind es doch sehr weite Wege, drum grüßen wir sie hier und jetzt, ein Ferngruß aus Eschwege. Mühlhausen ist ja noch recht nah, doch Regen noch viel weiter, vom Thüringen zum Bayerischen Wald sind unsere Freunde heiter. Dicht an Paris liegt St. Mandé, wir sind in Europas Herzen, sie alle dies Jahr nicht zu sehen, bereitet Trennungsschmerzen.

Und an den Küsten liegen sie, und tragen unsere Namen, die stolzen, schönen Schiffe mit den Eschweger Fahnen. Der Tender Werra und die BP26 der Bundespolizei, sind nämlich sonst auch bei jedem Johannisfest dabei.

Auch ein neuer Johannisfest-Baum hat seinen Ort gefunden, wird lange Jahre sichtbar stehen, wenn Corona längst überwunden. Er ist ein Zeuge dieser Zeiten und wird es allen sagen: „Seht, wie die Dietemänner ihr Fest im Herzen tragen!“

Johannisfest ist ein Gefühl. Leugnen lässt sich das nicht! Am Samstagmorgen trifft uns alle eine schöne Pflicht. Um Punkt Elf Uhr, aus jedem Fenster unser schönen Stadt, erschallt das Lied des Dietemanns, weil er‘s einfach verdient hat gelobt zu werden von uns allen mit tausendfachem Chorgesang! Wir Dietemänner sind optimistisch – und das mit Wohlklang!

Ich will jetzt nicht alleine sein, bin es aber nun mal, es stimmt auch keiner mit mir ein, alles anders, dieses Jahr, wenn dies Gedicht zum guten Schluss, mit neuen Zeilen enden muss.

Jetzt folgt des Gedichtes Rest, auch wenn Corona uns nicht feiern lässt, wir freuen uns auf jedes Johannisfest!

Bleibt alle gesund!

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