Tipps für Autofahrer

Gefahr durch Wildwechsel: Derzeit häufen sich die Unfälle mit Tieren

Gefährliche Jahreszeit: Gerade im Herbst gibt es in der Morgen- und Abenddämmerung oft Wildunfälle. Foto/Montage: WR

Witzenhausen. Rein rechnerisch gibt es aufs Jahr gesehen täglich fast zwei Wildunfälle im Werra-Meißner-Kreis. Im Herbst, wenn die Dämmerung und der Berufsverkehr zusammenfallen, ist das Risiko für Wildunfälle besonders hoch.

Gerade in den vergangenen Tagen meldete die Polizei wieder zahlreiche Wildunfälle aus dem Kreisgebiet. Hier geben wir Tipps für Autofahrer von Polizei und Verkehrswacht im Werra-Meißner-Kreis.

1. Wenn die Fahrbahn nach einem Regenschauer nass sein sollte, gilt: Fuß vom Gas und mehr Abstand halten, denn auch der Bremsweg wird länger, insbesondere wenn nasses Laub auf der Fahrbahn liegt. „Passen Sie Ihre Geschwindigkeit an“, sagt die Polizei.

2. Auf- und untergehende Sonne: Sie kann den Fahrer in den Morgen- und Abendstunden stark blenden. Ist dann die Frontscheibe nicht klar, wird das Licht noch stärker gebrochen. Deshalb gilt: Frontscheibe von innen und außen von Belägen und Schmierfilm befreien, stets auf klare Sicht achten.

3. Gerade in Waldgebieten sind Wildwechsel wahrscheinlich. Doch dort kann man die Seitenbereiche der Straße schlecht einsehen. „Verhaltenes Tempo“, lautet deshalb die oberste Maxime. Georg Morgenthal, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht, empfiehlt zudem, mit Fernlicht zu fahren, um Tiere aus der Entfernung besser zu erkennen. Sobald eines zu sehen ist, sollte aber umgehend abgeblendet werden. Aber auch außerhalb der Wälder können Tiere unterwegs sein. Autofahrer sollten deshalb aufgestellte Warnschilder unbedingt ernst nehmen, mahnt Morgenthal. Zudem: Wer ein Tier sieht, muss immer mit Nachzüglern rechnen, die auch über die Straße laufen.

4. Nebel: In den Morgenstunden können Nebelbänke auftauchen. Deshalb gilt: Beleuchtung auf Funktionstüchtigkeit überprüfen. Schon bei ersten Nebelschwaden Licht einschalten, um besser zu sehen und gesehen zu werden.

5. Wenn sich ein Unfall trotz aller Vorsicht nicht vermeiden lässt: Lenkrad festhalten und bremsen, aber nicht ausweichen. Danach stehen bleiben, die Unfallstelle sichern und die Polizei informieren. Sie benachrichtigt in der Regel den zuständigen Förster. Für die Schadensregulierung mit der Versicherung ist es wichtig, sich von der Polizei eine Bescheinigung über den Wildunfall aushändigen zu lassen. (juh/clm/sff/sib)

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