Petra Wilhelm und Michael Simon fahren zu den Europäischen Spielen

Es geht nach Antwerpen

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Das Boccia-Team: Die Mitglieder freuen sich, dass zwei von ihnen sich für die Europäischen Spiele qualifiziert haben.

Eschwege. Großartige Nachrichten für die Werraland-Werkstätten und insbesondere für die Athleten Michael Simon und Petra Wilhelm sowie Coach Brigitte Blum. Beim bundesweiten Sichtungslehrgang qualifizierte sich dieses Trio für die Europäischen Spiele.

In Warschau 2010 gingen in den verschiedenen Disziplinen mehr 1500 Athleten aus 55 Ländern an den Start. Die kontinentalen Wettkämpfe stehen im September diesen Jahres im belgischen Antwerpen auf dem Programm.

Insgesamt vergab Demmelmayr vier Aktiven-Tickets, die sich neben den Teilnehmern aus dem Werra-Meißner-Kreis auch zwei weitere Boccia-Athleten aus dem fränkischen Neuendettelsau sichern konnten.

Michael Simon aus Datterode und Petra Wilhelm aus Walburg sowie Markus Brähmer zeigten bei der Qualifikation keinerlei Nervosität. Dank ihrer wertvollen Erfahrungen, die sie bereits bei nationalen Spielen (Special Olympics), unter anderem in Bremen und zuletzt in München (2012) sammeln konnten, agierten die vielfachen Olympics-Medaillengewinner auf der in der Grebendorfer Sporthalle aufgebauten Boccia-Bahn überaus nervenstark und souverän. Der Garmisch-Partenkirchener Lehrgangsleiter zeigte sich mit den gezeigten sportlichen Leistungen hochzufrieden: „Alle Teilnehmer haben an den vergangen beiden Tagen auf sehr hohem sportlichen Niveau agiert und und ganz hervorragend Boccia gespielt. Die qualifizierten Athleten haben sich die Teilnahme an den Europäischen Spielen schlicht und einfach verdient“, so sein Fazit.

Die zwei Starter, die dann das Trikot der Werraland-Werkstätten auch auf internationalem Parkett tragen werden, betreut in Antwerpen die ehrenamtliche Trainerin Bettina Blum. Die Wahl-Friedaerin verfügt gleichfalls über einen enormen Erfahrungsschatz und war unter anderem schon bei den Special Olympics in Berlin, Karlsruhe, Bremen und München im Einsatz.

Beim Sichtungslehrgang stand für die Nordhessen neben dem sportlichen Aspekt auch das Kennenlernen der künftigen Teamkollegen aus der fränkischen Diakonie-Behinderteneinrichtung im Mittelpunkt.

Der Neuendettelsauer Diakonie-Wohnbereichsleiter Georg Meier fand bei der Lehrgangs-Abschlussbesprechung für das gastgebende Orga-Team um Sportkoordinator Erik Hogreve (Werraland-Werkstätten) ebenfalls lobende Worte: „Unsere Betreuer und vor allem auch unsere erfolgreichen Athleten haben sich hier auf Kochsberg sehr wohl gefühlt. Leider hatten wir kaum Zeit, diese wunderschöne Seenlandschaft zu genießen. Das werden wir beim nächsten Aufenthalt im Werratal bestimmt nachholen“, versprach er.

Von Siggi Görk

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