Julian Peters und Silvan Palige: Ein gelungener Aufbau und ein Top-Auftritt

+
Entspannt vor dem Auftritt: Besonders Silvan Palige (links) und Julian Peters (2. von rechts) wissen, wie man vor dem Konzert die Ruhe bewahrt. Sie haben als Organisatoren der Seebühne zahlreiche Bands vor ihren Auftritten begleitet. Zusammen mit Adrian Seifert und Jonas Bittner haben sie gestern Nachmittag das Open Flair 2014 eröffnet. Foto: Sagawe

Eschwege. Seit fünf Jahren sind Julian Peters (26) und Silvan Palige (25) an der Seebühne für die Detailvorbereitung zuständig. Sie kümmern sich darum, dass der Gesamtablauf funktioniert, lösen kurzfristig Probleme und sind quasi das „Mädchen für alles“ hinter den Kulissen.

Gestern durften die beiden Eschweger, die mittlerweile in Berlin und Karlsruhe studieren, dorthin, wo sie schon zahlreiche Bands begleiteten: Mit ihrer Band Traitor spielten sie das erste Konzert des Open Flairs 2014.

„Das war schon ein ganz besonderes Gefühl dort oben zu stehen“, sagt Silvan Palige. Es war das größte Konzert, das Traitor, zu denen mit Adrian Seifert (25) und Jonas Bittner (24) zwei Freunde aus Eschweger Schulzeiten gehören, bislang gespielt haben. Silvan Palige spricht deshalb für sich und Julian Peters von ihrem absoluten Flair-Höhepunkt.

Der Zeitpunkt für den Auftritt war nicht einfach. Mittwochnachmittag um 16 Uhr eröffnete Traitor das 30. Festival musikalisch. „Es ist schön, wenn man die erste Band des Tages ist“, sagt Silvan. Man könne in Ruhe aufbauen, alles sei nicht so stressig, als würde man später spielen. Erfahrungswerte sind allerdings rar gesät. Traitor trat bisher immer als erste Band bei Konzerten auf. „Das war bislang unser größter Auftritt.“

Den haben die vier Metaller allerdings richtig genossen. Und mit dem Publikum waren sie sehr zufrieden. Sie haben ihnen viel zurückgegeben. Seit 2006 spielt Traitor in der Ur-Besetzung zusammen. Mit Coversongs von Motörhead, Metallica und Judas Priest starteten sie ihr musikalisches Wirken in Eschwege. Zackig kamen eigene Kompositionen dazu. Nach dem Abitur 2008 zog es die vier Nordhessen in verschiedene Städte zum Studium und die gemeinsamen Proben und Auftritte wurden weniger. Erst 2014 hat es die „sympathische Trashband aus der Garage von nebenan“ wieder zusammengetrieben. Jetzt wollen sie noch schneller und noch lauter die Bühnen zurückerobern. Auch wenn der Höhepunkt des Flairs für die Band teilweise schon am ersten Nachmittag erreicht war, geht es noch weiter. Bis Samstagabend stehen Julian und Silvan an der Seebühne noch ihren Mann und sorgen für reibungslose Auftritte der anderen Bands.

Erst am Sonntag, wenn der Abbau der Bühne beginnt, kehrt ein bisschen Ruhe bei den Studenten ein, die für das Open Flair jedes Jahr gerne zurück in die Heimat kommen. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn am Ende eines Festivaltages alles funktioniert hat, wie man es geplant hatte und auch die Künstler zufrieden sind“, sagt Silvan Palige. Richtig entspannen werden Julian und Silvan am Sonntagabend. Dann schauen sie sich mit der gesamten Seebühnen-Crew Rise Against auf der Hauptbühne an. Damit das Open Flair 2014 auch zum Abschluss einen Höhepunkt bereithält. (ts)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare