Neuapostolische Kirche in Eschwege feiert Jubiläum und öffnet ihre Türen

Gemeinde der Neuapostolischen Kirche in Eschwege wird 100 und öffnet ihre Türen

Vor ihrer Versammlungsstätte, der ehemaligen Synagoge: (von links) Heinz Walter (Gemeindevorsteher im Ruhestand der Nachbargemeinde Bad Sooden-Allendorf) und Klaus-Peter Hugo (Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Kirche Eschwege).
+
Vor ihrer Versammlungsstätte, der ehemaligen Synagoge: (von links) Heinz Walter (Gemeindevorsteher im Ruhestand der Nachbargemeinde Bad Sooden-Allendorf) und Klaus-Peter Hugo (Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Kirche Eschwege).

Seit 100 Jahren feiert die Neuapostolische Kirche in Eschwege bereits Gottesdienste. Dieses Jubiläum wollen sie mit einem Tag der offenen Tür und einem Festgottesdienst feiern.

Eschwege – Die Neuapostolische Kirche ist die viertgrößte christliche Kirche in Deutschland. Ihren Auftrag sehen sie in der Verkündigung des Evangeliums und der Seelsorge. Der Kern des Glaubens der Neuapostolischen Kirche sei es, mit Jesus bei seiner Wiederkunft vereint zu werden und in die ewige Herrlichkeit zu gelangen. So wollen die Mitglieder ihr Leben im Sinne Jesu führen und das Gebot der Gottesliebe und der Nächstenliebe befolgen.

Geschichte

Ab dem Jahr 1918 fanden schon die ersten Gottesdienste im kleinen Kreis, damals noch in Bischhausen, statt. Den Gläubigen schlossen sich in den Folgejahren immer mehr Leute an und sie begannen im Jahr 1921 ihre Gottesdienste in Eschwege zu feiern. Der Vorsteher der Gemeinde, die zum damaligen Zeitpunkt 18 Mitglieder zählte, war Priester Tromp. Im Jahr 1926 hatte die Neuapostolische Kirche in Eschwege bereits über 70 Mitglieder, weshalb sie einen größeren Raum in der Schillerstraße mietete. Bis 1933 war der Priester Paul Schilbe der Vorsteher der Gemeinde und wurde von Priester Hermann Axt abgelöst. Am 15. August 1948 empfing Diakon Richard Tromp das Priesteramt und wurde gleichzeitig zum Vorsteher der Gemeinde, in der er bis 1953 tätig war.

Im März 1954 kaufte die Gemeinde die ehemalige Synagoge auf dem Schulberg Seitdem ist sie die Versammlungsstätte der Neuapostolischen Kirche Eschwege. Am 14. November 1999 empfing Klaus-Peter Hugo das Gemeindeevangelistenamt und wurde beauftragt, der Gemeinde als Vorsteher zu dienen. Mittlerweile zählt die Neuapostolische Kirche Eschwege 184 Gemeindemitglieder. Unter ihnen gibt es 13 ehrenamtliche Seelsorger: acht von ihnen in priesterlichen Ämtern und fünf sind Diakone. Gottesdienste werden immer mittwochs ab 20 Uhr und sonntags ab 10 Uhr gefeiert.

Die Neuapostolische Kirche in Eschwege hat einen eigenen Gemeindechor und ein Orchester. In der Neuapostolischen Kirche spielt die Musik eine große Rolle, so diene die Kirchenmusik der Verkündigung des Evangeliums. „Durch das Singen lobt und ehrt man Gott“, sagt Klaus-Peter Hugo. Durch das gemeinsame Musizieren erlange man Ruhe, Frieden, Dankbarkeit und Zuversicht.

Tag der offenen Tür

Die Neuapostolische Kirche öffnet ihre Türen am Samstag, 30. Oktober, von 11 Uhr bis 16 Uhr, in der ehemaligen Synagoge in Eschwege (Auf dem Berge 4). Anlässlich des 100-jährigen Bestehens werden verschiedene Aktionen angeboten. Es wird ein Bibel-Labyrinth, eine Hör-Ecke, einen Wunschbaum, Orgelbeiträge und Führungen durch die Synagoge geben. Der Verein „Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis“ stellt der Neuapostolischen Kirche VR- Brillen zur Verfügung, mit denen der Innenraum der ehemaligen Synagoge so zu sehen ist, wie er bis zur Zerstörung im Jahr 1938 ausgesehen hat. Des Weiteren wird es ein Infomobil und um 13 Uhr einen Auftritt eines Musikensembles geben.

Festgottesdienst

Am Sonntag, 7. November, wird es um 10 Uhr einen Festgottesdienst geben. (Patrizia John)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare