Gemeinden suchen noch Helfer für die Bundestagswahl

Werra-Meißner. Immer weniger wollen einen freien Sonntag opfern – auch im Werra-Meißner-Kreis gibt es Kommunen, die noch nach Ehrenamtlichen für die Bundestagswahl am 24. September suchen.

Mal ist es mühsam, mal problemlos, wie Gemeinde-Mitarbieter beschreiben. Sowohl Matthias Gude aus Großalmerode als auch Tatjana Sachs aus Weißenborn, Jürgen Kniepkamp aus Sontra und Melanie Faber aus Herleshausen berichten, dass sie problemlos genügend Freiwillige finden. In Eschwege fehlen von 167 Freiwilligen nur noch wenige, sagt Dagmar Schade-Kurz. „Wir bekommen sie noch zusammen, aber es ist mit Überzeugungsarbeit verbunden“, erklärt hingegen Nadine Junghans aus Neu-Eichenberg. Ebenso wie ihre Kollegen, verfügt sie über einen Pool alter Hasen, die man immer anschreiben könne – neue Ehrenamtliche zu finden, sei hingegen schwierig.

„Wir haben schon viele Absagen bekommen, stecken den Kopf aber nicht in den Sand“, sagt Rainer Langefeld aus Bad Sooden-Allendorf. Viele, die absagen, schlagen selbst Ersatz vor. Lob kommt von Klaus Polednicek, Ortsvorsteher des Stadtteils Kleinvach: Bisher habe es die Badestadt immer geschafft, für genügend Helfer zu sorgen.

„Wir haben viele Ortsteile und brauchen viele Leute“, beschreibt Volker Dörrig das Problem in Witzenhausen. Erfahrungsgemäß würden ein Drittel absagen. Einen Teil der Wahlhelfer stellt die Verwaltung als Schriftführer in jedem Wahllokal selbst. „Bei uns ist es nicht so einfach“, sagt auch Jens Hellmer aus Hessisch Lichtenau. Genügend wurden angeschrieben, es gab jedoch noch nicht von allen Rückmeldungen. „Wer gerne helfen möchte, möge sich bitte mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen“, wirbt er.

Geschafft, alle Posten zu besetzen, haben sie es bisher immer, berichten alle. Noch musste niemand verpflichtet werden. Auch für den 24. September sei dies nicht zu erwarten. (nde) 

Rubriklistenbild: © imago/Torsten Becker

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