Beim Kreisentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübungen traten 21 Wehren gegeneinander an

Geschwindigkeit und Präzision gefragt

Gerettet: Den Dummy haben die Brandschützer gerade aus einem brennenden Haus geholt. Nun muss noch gemeldet werden. Foto: W. Skupio

Eschwege. Geschwindigkeit und Präzision waren am Samstag gefragt, als auf dem Kasernengelände der Bundespolizei der Kreisentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübungen stattfand.

„Wir sind ganz dankbar, dass wir mit der Übung hierher ausweichen konnten“, erklärt Kreisbrandmeister Georg Küch. Schließlich brauchen 21 Feuerwehrteams Platz, für sich und für die Übungsstrecke. Jede Wiese und jeden Sportplatz hätten die Brandschützer bei dem Regenwetter hingegen „umgedreht“, sagt Küch. Bei der Übung werden dann Standardverfahren abgefragt. „Die Wehr wird alarmiert, der Schiedsrichter fungiert dabei als Leitstelle und vergibt den Auftrag“, erklärt der Kreisbrandmeister.

Zuerst muss eine bewusstlose Person unter Atemschutz aus einem verrauchten Haus ins Freie gerettet werden, danach muss das jeweilige Team ein Durchzünden des Feuers verhindern. Dazu wird der verrauchte Raum mit Löschwasser gekühlt, in der Übung dargestellt durch mit dem Wasserstrahl zu treffende Klappscheiben. Alles gängige Feuerwehrpraxis, jedoch komme es gerade auf Kleinigkeiten an, so Küch. Die Aufgabe muss also nicht nur schnell, sondern auch möglichst fehlerfrei bewältigt werden. Vorher beantworten die Brandschützer noch einen Fragebogen und am Ende der Übung warten eine Reihe von Knoten, die es zu knoten gilt.

Der Kreisentscheid gilt gleichzeitig zum Erwerb des Feuerwehrleistungsabzeichens. Die Schiedsrichter aber kommen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg. „Aus Gründen der Unparteilichkeit tauschen wir uns mit den Kameraden aus, im Gegenzug sind unsere Ausbilder dann in Hersfeld Schiedsrichter“, erklärt Küch. „Wir wollen hier Feinheiten zeigen die noch fehlen, auch wenn alle die Übung erfüllt und bestanden haben“, erklärt Manfred Häger von der Hersfelder Feuerwehr.

Die drei bestplatzierten Feuerwehren Unterrieden, Oetmannshausen I und Netra nehmen als Nächstes am Bezirksentscheid teil.

Von Wolfram Skupio

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