Leichte Verbesserung zu 2015 – Sontra ist der große Gewinner

Gewerbesteuer im Kreis bleibt weiterhin konstant

Werra-Meißner. Die Gewerbesteuereinnahmen der 16 Kommunen im Werra-Meißner-Kreis sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

Der Zuwachs beträgt 3,2 Prozent. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamts hervor. In konkreten Zahlen ausgedrückt: Die Betriebe im Werra-Meißner-Kreis haben 25,6 Millionen Euro Steuern bezahlt. Das sind rund 800 000 Euro mehr als im Vorjahr. Die Zahlen bezeichnen die Vorauszahlungen, das heißt ohne Abzug der Gewerbesteuerumlage.

Am meisten Gewerbesteuern nimmt die Stadt Witzenhausen ein. 8,6 Millionen waren es 2016. Damit wurde das Vorjahresergebnis um über eine halbe Million Euro übertroffen. „Die gute konjunkturelle Entwicklung, aber insbesondere Zahlungen von einigen wenigen Unternehmen haben zu diesem Ergebnis geführt“, sagt Norbert Heinemann, Leiter des Fachbereichs Finanzen. Den größten Zuwachs an Gewerbesteuern hat Sontra zu verzeichnen. Hier wurden die Einnahmen um 76,9 Prozent verbessert, das sind über 620 000 Euro mehr als noch vor einem Jahr. In Sontra ragt kein einzelner Gewerbetrieb heraus. „Das Fundament bilden mehrere Unternehmen“, sagt Bürgermeister Thomas Eckhardt.

Richtig heftig hat die Unberechenbarkeit dieser Steuer die Gemeinde Berkatal getroffen. Hier sind die Einnahmen um 65,8 Prozent eingebrochen: von 860 000 Euro im Jahr 2015 auf 294 000 Euro ein Jahr später. „Auf Details darf ich aufgrund des Steuergeheimnisses nicht eingehen“, sagt Bürgermeister Friedel Lenze. Nicht eine Firma allein sei für das schlechte Ergebnis verantwortlich.

Anders sieht es beispielsweise im Nachbarkreis Hersfeld-Rotenburg aus. Der Landkreis hat das schlechteste Ergebnis in ganz Hessen eingefahren. 15 Millionen Euro fehlen im Vergleich zum Vorjahr (minus 26 Prozent). Grund für den Rückgang sind die Schwierigkeiten bei K+S, das 2016 wegen der fehlenden Versenkerlaubnis Kurzarbeit anmelden musste.

Von Tobias Stück 

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