Live on Stage: G.G. Anderson im Autokino 

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Er brachte Freunde mit: G.G. Anderson (rechts) mit den beiden Wildecker Herzbuben Wolfgang Schwalm und Wilfried Gliem (von links).

Mit rhythmischem Beifall aus ihren Autos heraus bejubelten die Fans das Konzert von G.G. Anderson und den Wildecker Herzbuben im Autokino auf dem Werdchen in Eschwege.  

Eschwege – Mit dem amüsanten Wunsch „Küss mich in den Himmel“ hat er seinen Auftritt im Autokino auf dem Eschweger Werdchen begonnen, seine Hammernachricht hat sich G.G. Anderson aber bis ans Ende des Konzertes aufbewahrt: „Ich habe bereits mit Open-Flair-Chef Alexander Feiertag besprochen, dass ich im Sommer noch einmal hier auftreten werde. Und dann bringe ich Freunde mit, denke dabei an das aktuelle Erfolgsduo Fantasy und Semino Rossi.“ Da der Beifall der Autofahrer, die fein säuberlich vor der großen LED-Leinwand eingeparkt hatten, schlecht möglich war, drückten die Besucher ihre Freude darüber mit einem Hupkonzert aus.

80-minütiges Konzert 

Freunde hatte G.G. Anderson mit den beiden schwergewichtigen Wildecker Herzbuben auch an diesem Samstagabend bereits im Schlepptau. „Ich habe acht Wochen nicht öffentlich gesungen, bin mittlerweile 70 Jahre alt, da war mir die Zeit für ein einstündiges Konzert zu lang, deshalb habe ich mir Hilfe geholt“, gab er als Begründung für die Verstärkung an. Allerdings kam in der Endabrechnung doch eine Stunde heraus, denn unter dem Strich standen 80 Minuten, von denen 20 die beiden Herzbuben gestaltet haben. „Ein bisschen müsst ihr euch noch gedulden“, rief er den Autofahrern zu, die bereits in der Schlange standen und um Einlass zum ersten Abendfilm baten. „Ich werde meinen Fans noch eine Zugabe schenken“ – sagte es und packte ein Medley seiner größten Hits aus.

Fans feuern G.G. aus Autofenstern an 

Zwischenzeitlich betonte er immer wieder, wie „geil“ es sei, vor einer Autokulisse zu singen. Auch haben ihn, wie im Vorfeld erhofft, tatsächlich viele Besucher mit rhythmischem Beifall aus den Seitenfenstern oder aus den Schiebedächern angefeuert. Auch sentimental wurde er: „Ist es nicht wunderbar, dass ich mit meinen 70 Jahren noch so gut singen kann? Danke, lieber Gott, für diese Stimme.“

In Reih und Glied parkten die Autos auf dem Eschweger Werdchen. Auf Bühne und Leinwand: G.G. Anderson.

Natürlich durften die „Sommernacht in Rom“, sein Après-Ski-Hit „Eine Stunde dein Mann zu sein“ oder der Flug mit „Lena“ nach Mallorca nicht fehlen. Lena bringt eine besondere Geschichte mit: 2008 wurde der Titel aus dem Album „Alle Liebe dieser Welt“ als Single ausgekoppelt und zu einem ganz großen Sommerhit. Und bei G.G. Anderson heißt „Nein“ bekanntlich „Ja“, „warum, weil ich ein verrückter Kerl bin.“

Ein besonderer Höhepunkt hat sich der bekennende Fan der Beatles und BeeGees fürs Halbfinale aufgehoben. Einfach großartig, wie er „Imagine“ von John Lennon und „Words“ von Barry Gibb zu Gehör brachte und damit die Überleitung zu seinen Tophits fand.

Herzbuben griffen tief in Popgeschichte 

Was für großartige Musiker die beiden Herzbuben sind, das stellten sie nach ihren größten Erfolgen unter Beweis. Während Wolfgang Schwalm mit dem a cappella gesungenen Lied „Junge, komm bald wieder“ von Freddy Quinn sowie mit einem Trompetensolo glänzte, hat Wilfried Gliem mit „I want to break free“ von Freddie Mercury ganz tief in die Pop-Musikgeschichte gegriffen.

Einziges Manko des Abends: Die Organisatoren vom Arbeitskreis Open Flair und der Hessensound-Veranstaltungstechnik hätten für die tolle Idee mehr Autos (Besucher) verdient gehabt.

Weitere Fotos der Veranstaltung auf dem Werdchen gibt es im Internet unter werra-rundschau.de

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