Neustädter Kirche: Glocken läuten wieder ab Mitte Februar

Im Glockenturm: Pfarrer Sebastian Werner wartet gemeinsam mit den Gläubigen darauf, dass die Glocken wieder zum Gottesdienst in der Neustädter Kirche einladen. Foto: Sagawe

Eschwege. Voraussichtlich ab Mitte Februar werden die Glocken der Neustädter Kirche in Eschwege wieder zu hören sein. Bevor die Anlage in Betrieb genommen werden kann, müssen Experten neue Technik einbauen und mit der Glockenmechanik verbinden.

„Diese Arbeiten können nur von einem darauf spezialisierten Unternehmen ausgeführt werden“, erklärt Pfarrer Sebastian Werner.

Diese Firma habe volle Auftragsbücher und könne erst Anfang Februar nach Eschwege kommen. Darüber hinaus müssen noch Teile der Stromversorgung aus dem Vorraum der Neustädter Kirche in den Glockenturm verlegt werden. Mit diesen Arbeiten ist eine örtliche Firma beauftragt.

Das Unternehmen könne aus Gründen der Gewährleistung aber erst bei Temperaturen von mindestens zwei Grad Celsius tätig werden. Die momentanen Minuswerte verhindern das. Sobald die neue Läuttechnik komplett ist, können die Glocken per Fernbedienung und sogar vom Mobiltelefon aus in Betrieb gesetzt werden. Die Programmierung erfolgt dann elektronisch. Neben der Bedienung aus der Ferne können die Läutzeiten aber auch in das Bedienfeld im Schaltkasten eingegeben werden.

Erforderlich geworden waren die Arbeiten, weil die gesamte Elektronik stark veraltet war. Pfarrer Werner berichtet, dass bei der technischen Überwachung von den Genehmigungsbehörden entsprechende Auflagen erteilt worden seien. Zu den voraussichtlichen Kosten will Werner nichts sagen. Die seien nicht abschätzbar und nur schwer vorauszusagen.

Weitere Sanierungen

Neben den Elektroarbeiten steht die Sanierung der Innenfassade an. Feuchtes Sandsteinmauerwerk und abbröckelnder Putz ziehen umfangreichen Erneuerungsbedarf nach sich. „Das wird uns weiter beschäftigen“, sagt der Pfarrer und zeigt die großflächigen Beschädigungen an Außenwänden und Säulen im inneren des Kirchenschiffes. „Das wird niemals abgeschlossen sein; aber das ist bei großen Kirchen so“, erklärt er.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare