FWG: Stärker von der Nähe zur teuren Nachbarstadt profitieren

In Göttingen arbeiten, in Eschwege wohnen

Eschwege. Eschwege soll mehr von seiner guten verkehrsinfrastrukturellen Anbindung an den Göttinger Raum und seinen Qualitäten als Wohnstandort profitieren. Menschen, die in Göttingen arbeiten oder studieren, sollen in der Kreisstadt wohnen. Das wünscht sich die Freie Wählergemeinschaft (FWG).

„Wir wollen bei den anderen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung für den Gedanken werben und dann versuchen, gemeinsam einen Weg zu finden, wie das praktisch umgesetzt werden kann“, sagt FWG-Fraktionsvorsitzender Andreas Hölzel. Es gelte, potenzielle Neubürger viel stärker als das bisher geschehe, für die Region zu begeistern.

In Göttingen sei der knappe Wohnraum deutlich teurer als in Eschwege, die Preise würden weiter steigen. Hier stünden im Gegensatz dazu Wohnungen leer, die Mieten seien bezahlbar. Hölzel sieht allerdings einen gewissen Investitionsbedarf in die Qualität des Immobilienangebots in der Kreisstadt. Eigentümer würden vor dem finanziellen Engagement allerdings absehen, weil sie kaum Perspektiven für die wirtschaftliche Vermarktung sehen. Das könne sich ändern, wenn die Nachfrage größer werde.

Hölzel, der selbst in Eschwege wohnt und in Göttingen arbeitet, sagt, er beobachte zunehmend, dass Menschen täglich in die südniedersächsische Universitätsstadt einpendelten und dabei der Radius größer werde. Hölzel: „Davon müssen wir stärker profitieren.“ Göttingen ist aus Eschwege mit direkter Bahnverbindung oder mit dem Auto in deutlich unter einer Stunde erreichbar. Die Kosten für den längeren Weg zur Arbeit oder an den Studienplatz würden durch die niedrigere Miete und die höhere Wohnqualität mehr als kompensiert.

Weil Eschwege von zusätzlichen Einwohnern nur Vorteile hätte, so Hölzel, könne er sich vorstellen, das Interesse auch mit finanziellen Anreizen zu vergrößern. Beispiel: Eschwege-Gutscheine zum Ausgleich der Fahrtkosten.  

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