Beginn mit Gottesdiensten unter freiem Himmel

Gottesdienste: Evangelischer Kirchenkreis Werra-Meißner peilt Neustart an 

Vorgeschriebene Regeln: So wurde der Gottesdienst am vergangenen Sonntag in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Frankenberg nach allen Hygienevorschriften gefeiert. 35 Besucher kamen. Rechts: Pater Norbert. 
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Vorgeschriebene Regeln: So wurde der Gottesdienst am vergangenen Sonntag in der katholischen Kirche Mariä Himmelfahrt in Frankenberg nach allen Hygienevorschriften gefeiert. 35 Besucher kamen. Rechts: Pater Norbert. 

Der evangelische Kirchenkreis Werra-Meißner peilt eine Wiederaufnahme von Gottesdiensten zu den Feiertagen an Himmelfahrt und Pfingsten an.

Damit folgt der Kirchenkreis den ausdrücklichen Empfehlungen der Landeskirche. Das berichtet Dekanin Ulrike Laakmann gegenüber unserer Zeitung.

Die Lockerung der Schutzmaßnahmen erlaubt seit Anfang Mai auch in Hessen wieder religiöse Versammlungen und die Wiederaufnahme von Gottesdiensten in den Kirchen.

Nach Empfehlungen der Landeskirche sollte ein „Wiedersehen im Gottesdienst“ möglichst mit kleineren Open-Air-Gottesdiensten zu Himmelfahrt oder Pfingsten beginnen – unter den gebotenen Schutzmaßnahmen wie Abstandsregelung, Maskenpflicht und Desinfektionsmaßnahmen, die künftig auch für Gottesdienste in den Kirchen gelten. 

Kirchenvorstände entscheiden individuell über die Gottesdienste

„Einen gemeinsamen Beginn gibt es aber nicht. Die Kirchenvorstände entscheiden individuell“, berichtet Laakmann. Allerdings habe sie den vorsichtigen Start selbst nachdrücklich empfohlen, um mögliche Folgen der ersten Lockerungen berücksichtigen zu können.

Ulrike Laakmann, die Dekanin des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner

Gottesdienste in der nahen Zukunft werden anders gefeiert, als es Gläubige und Besucher bisher gewohnt waren: Abhängig von der Größe des Raumes wird die Anzahl der Teilnehmer zu begrenzen sein. „Die Kirchenvorstände arbeiten zur Zeit sehr intensiv an den notwendigen Konzepten und Schutzmaßnahmen“, berichtet Dekanin Ulrike Laakmann.

Auf den Gemeindegesang wird bis auf Weiteres verzichtet

Ob elf oder 60 Plätze zur Verfügung stehen und wie das Kommen und Gehen staufrei zu regeln ist; ob man lieber in einer größeren Nachbarkirche feiert oder gegebenenfalls zu zwei ohnehin kürzeren Gottesdienste hintereinander einlädt, würden die Kirchenvorstände vor Ort beschließen. „Ich danke allen, die jetzt sehr verantwortungsvoll und wohlbedacht entscheiden“, sagt Laakmann.

Dass bis auf Weiteres aus Gründen des Infektionsschutzes auf den Gemeindegesang verzichtet werden muss, bedauert auch die Dekanin: „Singen kann so ansteckend sein – in diesem Fall: leider!“ Aber Musik predige immer mit. „Also werden wir andere Wege finden, unsere Gottesdienste auch jetzt musikalisch und überhaupt kreativ zu gestalten.“ 

In den Kirchen und online oder auf der Leine. Not mache erfinderisch – gerade in Zeiten von Corona: In den vergangenen Wochen sind auch im Kirchenkreis Werra-Meißner zum Beispiel bei Rundfunk Meißner, im Netz oder per Post vielfältige Gottesdienstimpulse und echte Hoffnungszeichen entstanden, die weitergeführt werden sollen: „Wir brauchen beides: Gottesdienste in den Kirchen wieder und auf neuen Wegen weiter – mischen is possible“, sagt Laakmann

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