Grenzgemeinden planen Einheitsfeier

Festakt zu 30 Jahren Wiedervereinigung soll auf Heldrastein stattfinden

Auf dem Heldrastein stehen vier Männer nebeneinander. Die Bürgermeister Wilhelm Gebhard (Wanfried), Thomas Mäurer (Weißenborn), Mario Hartmann (Ringgau) und Michael Reinz (Treffurt).
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Auf dem Heldrastein: Wilhelm Gebhard (Wanfried), Thomas Mäurer (Weißenborn), Mario Hartmann (Ringgau) und Michael Reinz (Treffurt).

Die Anrainergemeinden der ehemaligen innerdeutschen Grenze Wanfried, Treffurt, Weißenborn und Ringgau bereiten in Zusammenarbeit mit der IG Heldrastein einen Festakt anlässlich des 30-jährigen Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung vor.

Treffurt - Wie Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard mitteilte, soll am Samstag, 3. Oktober, um 11 Uhr auf dem Heldrastein eine Feierstunde sowie eine kirchliche Andacht stattfinden. Eingeladen zu dem Festakt wurden jetzt auch die beiden Ministerpräsidenten von Hessen und Thüringen, Volker Bouffier und Bodo Ramelow.

Das Jubiläum soll in Anlehnung an die Gedenk- und Festveranstaltung anlässlich des 30-jährigen Mauerfalls im November 2019 in Großburschla und Großburschla Bahnhof veranstaltet werden.

„Der Heldrastein, auch König des Werratals genannt, eignet sich für die geplante Veranstaltung wie kaum ein anderer Ort“, heißt es in der Einladung. Heute sei das ehemalige Sperrgebiet ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel im Herzen Deutschlands. Die IG Heldrastein mit ihren über 400 Mitgliedern aus Thüringen, Hessen und weiteren Bundesländern habe sich dem gemeinsamen Ziel verschrieben, den Heldrastein mit seinem Aussichtsturm als Tourismusziel zu bewahren und die deutsch-deutsche Grenzgeschichte lebendig zu halten.

Lübcke-Gedenken

Die Veranstaltung am 3. Oktober soll ebenfalls in Gedenken an den ermordeten Regierungspräsidenten, Dr. Walter Lübcke, stattfinden, der vor fünf Jahren als Ehrengast und Gastredner bei den Feierlichkeiten anwesend war. Als Zeitzeugen wurde unterdessen auch Dr. Martin Kaspari gewonnen, der der erste Landrat des Wartburgkreises war und sich für das touristische Ausflugsziel Heldrastein von Beginn an stark eingesetzt hat.

Zu der geplanten Feierstunde sollen wegen der Corona-Pandemie nur eine begrenzte Anzahl Personen zugelassen werden. Für alle, die den Heldrastein nicht zu Fuß erklimmen können, sollen zwei Busse eingesetzt werden. Die Tickets müssen im Vorfeld erworben werden.  

Ludwig Weller ist der Vorsitzende der IG Heldrastein.

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