Grippewelle: Engpass bei den Blutvorräten und volle Krankenhäuser

Werra-Meißner. Durch die Grippewelle kommt es laut des Deutschen-Roten-Kreuz-Zentrums in Kassel  zu Engpässen bei den Blutvorräten, weil erkrankte Menschen nicht spenden gehen dürfen.

Die Grippewelle macht sich seit Monaten im Werra-Meißner-Kreis bemerkbar und sorgt noch immer für teils unbesetzte Arbeitsplätze und volle Wartezimmer in Arztpraxen. Nun kommt es laut des Deutschen-Roten-Kreuz-Zentrums in Kassel sogar zu Engpässen bei den Blutvorräten, weil erkrankte Menschen nicht spenden gehen dürfen.

Wer Blut spenden will, muss gesund sein. Daher bereitet die aktuelle Krankheitswelle den regionalen Spenderdiensten große Sorgen: „Ich kann bestätigen, dass uns die Vorräte einiger Blutgruppen langsam zur Neige gehen“, berichtet Rolf Zarberg vom DRK-Blutspendedienst in Kassel, der für den Werra-Meißner-Kreis zuständig ist. Ein Mangel bestehe laut Zarberg momentan bei den Gruppen 0 Rhesus positiv sowie 0 Rhesus negativ. Besonders wichtig sei aber die Versorgung von Patienten mit kurzlebigen Blutplättchen (Thrombozyten): „Diese können nur aus frischen Blutspenden gewonnen werden und sind zudem nur wenige Tage lang haltbar.“

Volle Praxen, leere Büros

In Arztpraxen der Region sorgt die Grippewelle für einen riesigen Ansturm und ausgelastete Wartezimmer. „Der derzeitige Ansturm ist riesig“, berichtet Dr. Klaudia Ress, Vorsitzende des Ärztebündnises Werra-Meißner. Die Ärztin vermutet, dass der grippale Infekt in dieser Saison hartnäckiger und lang anhaltender sei als früher: „Betrug der Arbeitsunfähigkeitszeitraum vor ein paar Jahren noch höchstens ein paar Tage, fehlen Erkrankte jetzt mindestens eine Woche oder sogar länger.“

Sowohl in Eschwege als auch in Witzenhausen seien die Bettenkapazitäten des Klinikums Werra-Meißner nahezu ausgeschöpft. „Einige Patienten mussten deswegen in andere Krankenhäuser verlegt werden“, sagt Unternehmenssprecherin Sigrid Jürgensmann. 

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