Flugplatzfest des ELV kann wegen Gesetzesauflagen nicht wie gewohnt stattfinden - Sonntag Tag der offenen Tür

Die großen Flugshows fallen aus

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Die beliebten Zlin-Kunstflugstaffeln, die in den vergangenen Jahren spektakuläre Figuren in die Luft gezaubert haben, können wegen strenger Auflagen nicht mehr kommen. Die Zuschauer hätten den Piloten bei den Vorbereitungen nicht mehr über die Schulter schauen dürfen. Foto: Stück/Archiv

Eschwege. Das große Flugplatzfest des Eschweger Luftsportvereins (ELV) wird in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden. Die großen Flugshows fallen aus. Stattdessen präsentiert sich der Verein am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür. Grund für die reduzierte Version des beliebten Flugplatzfestes sind verschärfte Auflagen des Regierungspräsidiums. „Die könnten wir nur mit einem besonders großen Aufwand erfüllen“, sagt Vereinsvorsitzender Andreas Wagner.

Seit dem letzten Flugplatzfest des ELV sind zwei Jahre vergangen. In diesem Zeitraum hat sich die Gesetzeslage verändert, um die Sicherheit der Zuschauer zu erhöhen. Für Eschwege heißt das konkret: Der Luftsportverein müsste entlang der Start- und Landebahn einen über zwei Meter hohen Bauzaun aufstellen. Außerdem müssen sich Besucher einen Sicherheitsabstand von 250 Meter wahren. „Das ist auf unserem Gelände nicht machbar“, bedauert Wagner die neuen Vorschriften.

In den vergangenen Jahren war das Flugplatzfest stetig gewachsen. Der größte Doppeldecker der Welt, Kunstflugzeuge, Fallschirmspringer und Hubschrauber kamen und lockten die Massen. Die Nähe zu den Maschinen und den Piloten habe in der Vergangenheit das Flair des Flugplatzfestes ausgemacht. Ein Plausch mit den Piloten, Zuschauen beim Sicherheitscheck oder in die Gesichter der Mitfliegenden im Kunstflug anzuschauen ist jetzt nicht mehr. „Die neuen Gesetzesauflagen haben verhindert, dass wir ein Flugplatzfest in der bisherigen Form ausrichten können“, sagt Andreas Wagner.

„Die neuen Gesetzesauflagen haben verhindert, dass wir ein Flugplatzfest in der bisherigen Form ausrichten können.“

ELV-Vorsitzender Andreas Wagner

Jetzt will sich der Verein auf seine Wurzeln zurückbesinnen und sich selbst und seine Leistungen während eines Tags der offenen Tür präsentieren. Acht vereinseigene Segelflieger und Motorsegler stehen für Rundflüge zur Verfügung. Dazu werden etwa 20 Maschinen von befreundeten Vereinen erwartet, die ebenfalls Gastflüge anbieten. „Die Tickets kann man unkompliziert vor Ort kaufen“, sagt ELV-Sprecher Thomas Schirmer. Neben Flugvorführungen stellt auch die Modellfluggruppe ihre Maschinen aus und lässt sie in die Luft steigen. Auf die Kinder wartet ein buntes Programm mit eigener Animation. Für das leibliche Wohl gibt es Kaffee, Kuchen und Grillfleisch.

Von Tobias Stück

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