Großes Aufräumen nach dem Festival: Bauernverband sammelt den Müll ein

+
Müllberge nach dem Flair: Dagmar Mittendorf hat am Dienstagnachmittag in den Überresten des verwaisten Flair-Zeltplatzes nach Brauchbarem umgesehen. Das Zelt ließ sie aber zurück, darin waren noch ein Glas Würstchen mit Ketchup.

Eschwege. Ein großes grau-braunes Sofa steht völlig verlassen auf dem Zeltplatz, rundherum liegen Flaschen, Pappteller und ein leerer Kühlschrank. Doch nutzen tut die Sitzgelegenheit keiner mehr, denn die Festivalbesucher sind längst abgereist. Zurück- geblieben ist jede Menge Müll.

Großes Aufräumen nach dem Festival: Bauernverband sammelt den Müll ein.

Dagmar Mittendorf hat sich gestern Mittag auf dem Zeltplatz umgeschaut, ob noch etwas Brauchbares zu finden ist. Ein paar bunte Plastikbecher und Glasflaschen hat sie schon gefunden. „Ich habe auch schon mal aus Stoffresten von einem Pavillon Taschen genäht.“ Ein weiterer Sammler aus Wanfried hat noch ein gut erhaltendes Zelt und Zeltstangen gefunden.

Ein Ehepaar aus Eschwege hat sich fürs nächste Camping ein paar Heringe gesichert. Marc Ruppert vom Open-Flair-Camp-Team hat bereits zur Mittagszeit begonnen, mit seiner Kollegin die Schellen der Absperrzäune zu entfernen. „Dieses Jahr sieht es ein bisschen besser aus“, meint er. Doch die Regelung mit dem Müllpfand scheinen nicht alle Festivalbesucher genutzt zu haben. In den Kombitickets war ein Müllpfand von fünf Euro mit einberechnet. Die Camper haben vor Festivalbeginn ein Müllmärkchen mit einem Müllsack ausgehändigt bekommen. Wer vor Abreise die Marke und einen gefüllten Müllsack wieder abgegeben hat, hat sein Pfandgeld wieder bekommen.

 „Das wurde von vielen genutzt, doch den Rest an Müll haben sie liegen gelassen“, mein Ruppert. Für das Aufräumen ist in diesem Jahr der Bauernverband zuständig, der mit zwölf Leuten innerhalb von zehn Tagen das Feld aufräumt. „Feld für Feld wird per Hand geräumt“, sagt Open-Flair-Chef Alexander Feiertag. Für die Kosten der Entsorgung und die Bereitstellung von Wasser wurden 17 Euro in die Kombikarte mit eingepreist. Vorbildlich verhalten, haben sich laut Feiertag die Green Camper. Dort wurde penibel auf Mülltrennung geachtet. „Da war fast alles sauber“, sagt Feiertag. Im kommenden Jahr soll das Green Camping verdoppelt werden.

Von Franziska Kiele

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare