Die meisten Bewohner sind in ihre Wohnungen zurückgekehrt - 8. Stock unbewohnbar

Großes Räumen nach Feuer

+
Dicke Rauchschwaden drangen am Samstag aus dem achten Stock des Eschweger Awo-Seniorenwohnheims. Das Feuer war durch eine brennende Adventskerze in einer der Wohnungen ausgebrochen. Große Teile der Etage sind unbewohnbar. Fotos: Dieter Salzmann

Eschwege. Zwei Tage nach dem Großbrand in dem Eschweger Awo-Seniorenwohnheim an der Döhlestraße gehen die Aufräumarbeiten in dem ausgebrannten Teil des Gebäudes stündlich voran. Ein Teil des achten Stocks, in dem das Feuer am Samstag gewütet hatte, kann von den Bewohnern voraussichtlich heute schon wieder bezogen werden.

„Das gesamte Gebäude ist ab dem sechsten Stock wieder freigegeben“, sagte der Leiter der Einrichtung Wilhelm Holzhauer. Nach dem Ausbruch des Brandes am Samstagnachmittag mussten die Rettungskräfte in aller Eile die zirka 120 Bewohner des achtstöckigen Hauses in Sicherheit bringen. Bis auf diejenigen, die die Einzelzimmerwohnungen in dem betroffenen Stockwerk bewohnten, haben inzwischen wieder alle ihre Zimmer und Wohnungen beziehen können. Vier Personen sind zunächst im Awo-Seniorenheim im Sontra, einige bei Verwandten untergebracht. Zehn weitere Bewohner des Hauses sind vorerst in anderen Gebäudeteilen des Wohnheims untergekommen.

Die Rettungskräfte brachten innerhalb kürzester Zeit rund 120 Bewohner des Heimes in Sicherheit. Diese wurden zunächst im Speisesaal betreut.

In dem achten Geschoss sind acht Einzelzimmer und fünf Doppelzimmer derzeit nicht bewohnbar. Im siebten Stock gibt es noch einen Wasserschaden. Ansonsten hat das Gebäude dank der Rauchschutztüren, die die einzelnen Flure voneinander trennen, keinen Schaden genommen.

Lesen Sie auch:

Großeinsatz nach Feuer in Eschweger Seniorenzentrum

Holzhauer lobte den strukturierten Einsatz der Rettungskräfte, die das gesamte Hochhaus innerhalb kürzester Zeit evakuiert hatten. „Es gab keinerlei Panik und Unruhe“, sagte er. Die Bewohner und deren Angehörige waren in dem Speisesaal in den benachbarten Teil der Einrichtung gebracht und dort auch versorgt worden. „Um 18.30 Uhr konnten fast alle Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren“, sagte Holzhauer. Eine Stunde zuvor habe man noch nicht gewusst, wie viele Menschen woanders untergebracht werden müssten. Für Angehörige war eine Hotline geschaltet.

Zugleich waren Bürgermeister Alexander Heppe und der Erste Stadtrat Reiner Brill vor Ort, die Unterbringungsmöglichkeiten anboten, ebenso wie das Altenheim am Brückentor und der Lindenhof.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare