AfD gründet Kreisverband Werra-Meißner

Otto Baumann

Werra-Meißner. Die neue Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat Anfang dieser Woche einen Kreisverband Werra-Meißner gegründet. Die Mitglieder wählten aus ihrer Mitte Otto Baumann, Friedrich Andreae und Günther Kuhlmann zu den Sprechern.

Den Vorstand komplettieren Schatzmeister Holger Kuehn sowie die Beisitzer Reinhard Rau, Volker Burghard, Martin Grimm, Michael Goebel und Gerhard Baumann.

Der neue AfD-Kreisverband ist der Ansicht, dass auch die Menschen im Werra-Meißner-Kreis „mit großer Sorge die immer hektischeren Bemühungen des von allen Alt-Parteien unterstützten Euro-Rettungskurses“ verfolgen – und ebenso die für Deutschland astronomisch gestiegenen Haftungs- und Bürgschaftssummen.

Forderungen der Partei sind unter anderem: eine demokratische Entscheidung jedes Volkes über seine Währung, die geordnete Auflösung des aktuellen Euro-Währungsgebiets sowie ein Ja zu einem Europa souveräner Staaten mit gemeinsamem Binnenmarkt, aber ein Nein zu einer Transferunion oder gar einem zentralisierten Europa-Staat.

Der ehemalige Witzenhäuser Stadtverordnete Otto Baumann hatte nach seinem Austritt aus der SPD vor einer Woche bereits angekündigt, der AfD beitreten zu wollen. Baumann war als SPD-Mitglied mehrfach in die Kritik geraten, unter anderem wegen einer E-Mail, in der er einen Artikel der als rechtsorientiert eingestuften Zeitschrift Zuerst versandte.

Friedrich Andreae, bis 2005 Vorsitzender des Witzenhäuser CDU-Stadtverbandes, verlor damals mit nur einer Stimme (33 zu 34) gegen Angela Fischer die Wahl zum Bürgermeisterkandidaten. Danach trat er aus der CDU aus und kandidierte als Parteiloser um das Amt des Rathauschefs. Als er gegen Fischer unterlag, zog er sich aus der Politik zurück. Zu seinem neuen Engagement in der AfD sagt Andreae: „Wir verstehen uns als zupackende Bürgerbewegung. Wir wollen einen neuen Politikstil, der die Menschen aus der wahlpolitischen Resignation reißt. Wir wollen ein Weniger an Brüssel und sind gegen den Gurken- und Glühlampen-Wahnsinn der Euro-Bürokraten.“ (kbr)

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