Erster Schritt ist gemacht

Gründung eines Fördervereins bringt Kreis näher an erstes stationäres Hospiz

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Der erste Vorstand des Fördervereins „Stationäres Hospiz Werra-Meißner“, von links: Henning Bartels, Dr. Hans-Joachim Vock, Sören Link, Andrea Bräutigam, Gerhardt Stahlberg, Heike Nölke und Philipp Jost.  

Eschwege. Durch die Gründung eines Fördervereins ist jetztein weiterer Schritt zur Entstehung eines stationären Hospizes in Eschwege oder Umgebung gemacht worden. Das beschlossen die ersten 46 Mitglieder bei der Gründungsversammlung in der Aula der Volkshochschule.

Geladen hatten die Hospizgruppe Eschwege, dasHospiz- und Palliativ-Netz Werra-Meißner und weitere Hospizvertreter aus dem Kreis gemeinsam mit dem Träger AKGG (Arbeitskreis Gemeindenahe Gesundheitsversorgung). Künftig soll der Förderverein zur Unterstützung des Aufbaus und der Unterhaltung eines Hospizes beitragen.

Sichtlich erfreut zeigten sich Anita Menda und Brigitte Kiese vom Hospiz- und Palliativ-Netz Werra-Meißner über die vielen Teilnehmer. „Es ist toll, dass so viele Unterstützer und Interessenten den Weg hierher gefunden haben und wir so weit sind, den Förderverein ins Leben zu rufen“, so Menda.

In seinem Grußwort betonte Landrat Stefan Reuß, was für ein starkes Signal von der Gründung ausgehen würde – und das in einem sensiblen Themenfeld. „Man muss die Sache offensiv angehen, denn der Tod gehört nun einmal zum Leben dazu“, so Reuß. Alle bisherigen Bemühungen seien gescheitert, umso erfreulicher sei es, dass nun ein erster Grundstein für ein stationäres Hospiz gelegt würde.

Sören Link von der AKGG bekräftigte, dass die Umsetzung eines solchen Vorhabens ein professionelles Management benötige. „Dieses wichtige Thema unterstützt der AKGG gerne. Allein die Anzahl der hier Anwesenden beweist, wie viel bürgerliches Engagement vorhanden ist“, so Link. „Genau wie die Errichtung von Kindergärten gehört auch die von Hospizen hinzu, denn das Altern ist ebenfalls ein Teil der Lebenslinie“, sagte Link.

Nach einer ersten Recherche könne mit vier Betten gerechnet werden. Gemeinsam müsse nun nach einem geeigneten Platz für einen Neubau oder Umbau gesucht und die Finanzierung geplant werden. Es gelte, vom Management anderer stationärer Hospize zu lernen und sich abzuschauen, wie dort gewirtschaftet werde.

Der Vorstand des Fördervereins setzt sich wie folgt zusammen: Henning Bartels, Philipp Jost und Sören Link wurden als Vorstandsmitglieder durch Träger, Hospizgruppe Eschwege und das Hospiz- und Palliativnetz berufen. Zusätzlich wählte die Mitgliederversammlung Dieter Neuser und Andrea Bräutigam in den Vorstand. Beisitzer sind Dr. Hans-Joachim-Vock, Gerhardt Stahlberg und Heike Nölke.

Unterstützer können sich beim Hospiz- und Palliativ-Netz Werra-Meißner melden.

Von Maurice Morth

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