Mit Auflagen darf die Tierbeobachtung im Wald mittels Kameras weitergehen

Grünes Licht für Fotofallen

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Dieser Luchs wurde erst kürzlich im Kaufunger Wald bei Helsa St. Ottilien von einem Spaziergänger entdeckt.

Meißner. Der Luchs, der seit Ende der neunziger Jahre wieder in unserer Region heimisch wird, darf weiter mittels Fotofallen beobachtet werden.

Das Forstamt Hessisch Lichtenau, das im Werra-Meißner-Kreis 19 Selbstauslöserkameras zur Tierbeobachtung installiert hat und betreut, hat Ende des Jahres vom hessischen Umweltministerium grünes Licht für den unbedenklichen Betrieb der Kameras bekommen.

Im September musste Hessenforst die Fotofallen zunächst wegen datenschutzrechtlicher Bedenken von Hessens oberstem Datenschützer Michael Ronellenfitsch stilllegen. Ahnungslose Spaziergänger hätten von den Fallen fotografiert werden können.

In Verhandlungen zwischen Datenschützern und dem Ministerium haben sich die Beteiligten nun auf Rahmenbedingungen geeinigt, mit denen auch der Datenschutz leben kann. Dazu gehört, dass mindestens eine Behörde mit in die Tierbeobachtung involviert ist und, dass die Gebiete in denen die Überwachung stattfindet, für Wanderer kenntlich gemacht werden. Außerdem müssen Bilder, auf denen Menschen ohne ihr Wissen fotografiert wurden, unverzüglich von einem Mitarbeiter der Behörde gelöscht werden. Um diese Vorgaben zu erfüllen, wird das Forstamt jeweils drei bis vier der Fotofallen in einem Gebiet konzentrieren. Alle Fallen befinden sich dann, nach Aussage des Luchsbeauftragten Ralf Meusel, im dichten Wald. Zwei Kameras, die bisher an einem Wanderweg angebracht waren, weil dort eine Fährte des scheuen Tieres war, werden umgesetzt.

Bis Ende Februar dieses Jahres werden an Wanderparkplätzen an den überwachten Gebieten Hinweisschilder angebracht mit der Aufschrift: „Achtung Videoüberwachung! Tierbestandsbeobachtung zur Bestandserfassung im Auftrag des hessischen Umweltministeriums“. Zusätzlich wird eine Kontaktadresse angegeben.

Die Fotofallen befinden sich unter anderem an der Ostseite des Hohen Meißners und im Kaufunger Wald.

Von Stefanie Salzmann

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