Kreisweite Aktion soll Jugendlichen Umgang mit der Droge lehren

Gütesiegel gegen den Alkoholmissbrauch

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Werra-Meißner. Im Werra-Meißner-Kreis wird in diesem Monat ein Gütesiegel für aktiven Kinder- und Jugendschutz eingeführt. Mit dem Projekt „Wir sind Nachfrager“ soll Kindern und Jugendlichen ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol vermittelt werden.

Initiatoren sind die Suchtprävention, der Werra-Meißner-Kreis und der Arbeitskreis kommunale Jugendarbeit. Das Gütesiegel wendet sich an Einzelhändler, Gastwirte, Festveranstalter sowie Vereine und Verbände.

In den Geschäften der Partner wird das Gütesiegel deutlich sichtbar angebracht. Sowohl Kinder und Jugendliche, als auch die Eltern wissen, dass hier der Jugendschutz ernst genommen wird. Die Gütesiegelpartner verpflichten sich, Standards zur Alkoholprävention einzuhalten. Ein Mitarbeiter wird zum Jugendschutzbeauftragten ausgebildet, das Personal regelmäßig geschult. Das Alter wird konsequent kontrolliert, Betrunkene bekommen keinen weiteren Alkohol. Dafür werden mindestens zwei attraktive und preiswerte Alternativen ohne Alkohol angeboten. Außerdem wird in den Geschäften und Vereinen die das Gütesiegel tragen, niemand zum Trinken animiert. „Wir gehen davon aus, dass jeder Partner freiwillig mitmacht und es ihm ein persönliches Anliegen ist, dass die Kriterien eingehalten werden“, sagt Harald Nolte von der Suchtprävention.

Landrat Stefan Reuß sieht den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Wir möchten, dass Menschen und insbesondere Jugendliche lernen, mit Alkohol angemessen umzugehen“, sagt Reuß. Die Präventionsarbeit im Kreis zeige bereits erste Erfolge, lobt der Landrat. Die Zahl der Einlieferungen von jugendlichen Komatrinkern sei kontinuierlich zurückgegangen. Nachdem es 2007 noch 40 Jugendliche waren, ist die Quote auf 25 im Jahr 2012 gesunken.

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