Mittwochabend Vorstellung

Gutachten: Dammabdichtung kann den Werratalsee retten

Eschwege. Die Abdichtung des Dammes zwischen dem Werratalsee und der Werra mit einer Kunststoff-Spundwand ist technisch möglich und würde die Wasserqualität in dem See dauerhaft deutlich verbessern.

Nähr- und Schadstoffeintrag aus der Werra ist die Hauptursache für den schlechten Zustand des Werratalsees. Das geht aus Gutachten hervor, die am Mittwochabend (20 Uhr, öffentlich) im E-Werk in Eschwege vorgestellt werden. Diese Sanierung würde nach Angaben des Ingenieurbüros Köhler (Siggelkow/Mecklenburg-Vorpommern) 1,15 Millionen Euro kosten. Unter der Voraussetzung, dass die Abdichtung zügig umgesetzt wird – das mit dem Monitoring beauftragte Büro Wolter (Wiesbaden) geht von den nächsten ein bis zwei Jahren aus – könnten weitergehende Restaurierungen (Phosphorfällung und Sedimentoxidation) entbehrlich sein.

„Entscheidend für den Vorschlag von Restaurierungsmaßnahmen ist die Frage, wann mit einer Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen gerechnet werden kann“, heißt es in dem Wolter-Gutachten. Wenn dies – gemeint ist die Dammabdichtung als ein Beispiel – in den nächsten ein bis zwei Jahren geschehe, „sollte zunächst keine Restaurierungsmaßnahme durchgeführt werden“. Voraussetzung dafür ist nach Einschätzung der Gutachter allerdings, dass sich die Wasserqualität des Sees nicht substanziell verändert. Die Umsetzbarkeit der Restaurierung mit unterschiedlichsten Methoden wurden allerdings bereits untersucht. Die Phosphorfällung und Sedimentoxidation würde je nach Verfahren zusätzlich zwischen 1,72 und 1,95 Millionen Euro kosten. Wenig scheint laut Gutachten für die Anhebung des Seeniveaus zu sprechen. Um vergleichbare Ergebnisse zur Spundwand zu erzielen, müsste der See mit viel Aufwand um einen halben Meter angehoben werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare