Haltung zeigen gegen Ausgrenzung: Eschweger Schüler demonstrieren mit Sternwanderung

Mindestens 2000 Teilnehmer erwarten die Veranstalter der Sternwanderung und anschließenden Demonstration für Courage und eine offene Gesellschaft am Freitag in Eschwege.

Mindestens 2000 Teilnehmer erwarten die Veranstalter der Sternwanderung und anschließenden Demonstration für Courage und eine offene Gesellschaft. Die Protestzüge kommen am Freitagmittag auf dem Marktplatz in Eschwege zusammen. Die Brüder-Grimm-, die Friedrich-Wilhelm- und die Anne-Frank-Schule rufen als Reaktion auf den Terroranschlag in Hanau dazu auf.

„Wir wollen ein Zeichen setzen für eine offene Gesellschaft und dafür, dass die Demokratie erhalten bleibt“, sagt Tina Pfeiffer von der Courage-Gruppe der Brüder-Grimm-Schule. Pfeiffer ergriff in der vergangenen Woche die Initiative zu der Aktion und organisierte Sternwanderung und Demonstration gemeinsam mit den anderen Veranstaltern.

„Die Friedrich-Wilhelm- und die Brüder-Grimm-Schule haben gleich mitgemacht“, sagt sie. Die Schülervertretungen von Oberstufengymnasium und Beruflichen Schulen würden ebenfalls für die Teilnahme werben. Von den übrigen Schulen fehlten noch die Rückmeldungen.

Auch andere Organisationen unterstützen die Aktion: Bunt statt braun und Eschwege hilft. Ebenfalls angemeldet sind die Landtagsabgeordneten Felix Martin (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Karina Fissmann und Knut John (SPD), Bürgermeister Alexander Heppe und Landrat Stefan Reuß.

Allein von den veranstaltenden Schulen nehmen 2000 Schüler an dem Protestzug und der anschließenden Kundgebung teil. Die drei Bildungseinrichtungen nennen sich offiziell Courage-Schule. Zusagen gibt es nach Auskunft Pfeiffers darüber hinaus von Schülern des Oberstufengymnasiums und der Beruflichen Schulen. Hessensound stelle spontan und kostenfrei eine Bühne und eine Lautsprecheranlage auf, berichtet die Initiatorin. Zu Wort kommen sollen bei der Kundgebung die Schüler.

Mit den Kindern und Jugendlichen sei die Thematik im Unterricht erörtert worden. „Die Schüler sind mit ganz viel Engagement dabei“, sagt Pfeiffer, „und mit einer ganz klaren Aussage: Ganz viele müssen ihre Haltung zeigen gegen die Ausgrenzung anderer Menschen.“ Ganz entzückt sei sie von der Reaktion der Schüler. Im Unterricht werde darüber geredet, was mit der Demonstration erreicht werden soll, was Rassismus ist, wie er entsteht, was dagegen getan werden kann.

Die Sternwanderung der drei Eschweger Courage-Schulen trifft am kommenden Freitag gegen 11.30 Uhr auf dem Marktplatz der Kreisstadt ein. Dort wollen die vermutlich mehr als 2000 Teilnehmer des Protestzuges für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus demonstrieren.

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