Umfrage unter Sportlern im Kreis

Olympiabewerbung: Vereine wollen lieber Hamburg als Berlin

Werra-Meißner. Acht Personen entschieden am Montagabend, dass Hamburg ins Rennen um die deutsche Olympiabewerbung geht. Hätte sich der Personenkreis auch aus Menschen aus dem Werra-Meißner-Kreis zusammengesetzt, hätten sie genauso entschieden: Hamburg soll's machen. 

Hamburg geht ins Rennen um Olympia 2024

„Das ist eine schöne Stadt, dort gibt es mit der Alster viel Wasser“, begründet so der Erste Vorsitzende der TG 1863 Großalmerode, Frank Krumpholz, seine Wahl für Hamburg. Denn auch, wenn Berlin Hauptstadt sei und das Olympiastadion aufzuweisen habe: „Den Rest hat Hamburg aber auch.“ Und, so fügt er lachend hinzu, sei der Weg dorthin auch nicht so weit.

Gerade das Olympiastadion ist es, weshalb sich Box-Weltmeisterin Christina Hammer für Berlin entscheiden würde: „Die Stadt ist einfach viel größer und hat auch mehr zu bieten“, sagt die aus Sontra stammende Sportlerin. Ebenfalls für Berlin ist Jürgen Beck. Der erste Vorsitzende des SV Reichensachsen geht zwar davon aus, dass es in seinem Verein geteilte Lager gibt, „ich plädiere aber für die Hauptstadt“.

Für Hamburg hingegen sind Daniel Feige, zweiter Vorsitzender des SV Adler Weidenhausen, und Siegfried Finkhäuser. Vorsitzender des Sportkreises Werra-Meißner. „Hamburg ist als Hafenstadt das Tor zur Welt“, begründet Feige seine Meinung. Die komme auch daher, dass die Stadt schon oft Ziel von Abschlussfahrten des Vereins war. Für den Sportkreisvorsitzenden spielen auch andere Faktoren eine Rolle: „München und Berlin waren schon mal dran, da halte ich es nicht für abwegig, dass Hamburg das Rennen macht.“ Außerdem stehe die Bevölkerung in der Hansestadt mehr hinter einer Bewerbung als die in Berlin, dort fänden außerdem schon viele wichtige Fußballturniere statt. „Und Hamburg hat ein gutes Konzept vorgelegt“, sagt Finkhäuser.

Ebenfalls für Hamburg ist der zweite Vorsitzende des TV 1894 Hessisch Lichtenau, Konrad Biegel. Ihm gefalle vor allem, dass die olympischen Wettkämpfe auf einer Insel stattfinden sollen: „Das ist dann so schön beisammen.“ Außerdem seien die Spiele dort günstiger.

Die Entscheidung, mit welcher Stadt sich Deutschland für die Olympischen Spiele 2024 bewirbt, fiel am Montagabend.

Von Constanze Wüstefeld

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