Heimatalm kehrt ans Nordufer von Werratalsee zurück

Heimatalm Werratalsee
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Für eine weitere Saison am Werratalsee: Die Heimatalm wird von März bis September wieder an ihrem alten Platz am Nordufer de s Sees öffnen. Start ist spätestens zu Ostern. 

Die Heimatalm wird ab März an ihren alten Platz an das Nordufer des Werratalsee zurückkehren. Der Betreiber sucht aber weiterhin einen dauerhaften Standort am See. 

Eschwege/Schwebda. Die Heimatalm wird für eine weitere Saison ab März Tür und Terrasse am Nordufer des Werratalsees öffnen. Das bestätigte der Betreiber Christian Mehler jetzt auf Anfrage unserer Zeitung. Die Stadt Eschwege hat kürzlich dem Antrag Mehlers stattgegeben und einen Pachtvertrag für das Gelände von 1. März bis 30. September dieses Jahres mit ihm geschlossen. Ende des Monats wird die Almhütte vom thüringischen Katharinenberg an den Werratalsee zurückkehren und spätestens zu Ostern öffnen.

Suche nach festen Standort am See geht weiter

„Wir suchen aber weiterhin einen langfristigen Standort am Werratalsee“, sagt Mehler. Die erste Saison habe deutlich gezeigt, dass die Gastronomie gut angenommen worden war – von Sportlern, Spaziergängern, Wanderern und Familien. Auch viele Firmen hätten hier ihre Sommerfeste gefeiert – ein Konzept, mit dem Mehler im Winter auch auf dem Katharinenberg erfolgreich ist.

Ortsbeirat froh über vorläufige Entscheidung 

„Ich bin froh, dass jetzt erst mal eine Entscheidung gefallen ist, die auch gut für Herrn Mehler ist“, sagte Silke Rottstädt, Ortsvorsteherin des Meinharder Ortsteiles Schwebda. Denn dort, am Ostufer des Sees, wollte Mehler seine Heimatalm dauerhaft etablieren – ein Plan, den er auch weiterhin verfolgen möchte. Der Gemeindevorstand von Meinhard hatte grünes Licht für das Projekt gegeben. Widerstand hingegen war von Rainer Klippert gekommen, der mit seinem Verein am Ostufer das Werratalsee Naturcamp Meinhard betreibt und in einer unmittelbaren Nachbarschaft zur Heimatalm keine Existenzgrundlage sah. „Wir arbeiten jetzt an einem neuen Konzept für das Ostufer und den Badestrand, das auch für die Gemeinde attraktiv ist“, sagte Klippert. Er sei über die Tatsache, dass die Heimatalm zumindest für dieses Jahr wieder an das Nordufer geht, erleichtert. „Aber wir machen uns Gedanken, wie es hier weitergehen soll. Ich will das nicht jedes Jahr wieder neu auf dem Tisch haben.“ Klippert hatte im Oktober vorigen Jahres sämtliche geplante Investitionen auf Eis gelegt. „Ich gebe das erst wieder frei, wenn mit der Gemeinde was Langfristiges vereinbart ist.“

Weitere Anhörung geplant

Bedenken gab es auch von den unmittelbaren Anrainern in Schwebda, die Busladungen voller Feierwütiger und starke Lärmbelästigung befürchteten. Ebenso viele hatten sich aber auch auf die Heimatalm gefreut. Und vom Tisch ist das Projekt nicht. „Wir werden uns im Ortsbeirat damit weiter beschäftigen“, sagt Silke Rottstädt, wo Alm-Betreiber Mehler demnächst sein Konzept vorstellen soll. Auch Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill ist weiterhin ein Befürworter. „Meine persönliche Meinung ist: machen!“

Mehler will sich die Optionen des Standortes am See offen halten. Denn Eschwege hat mit dem Nordufer andere Pläne. „Die Heimatalm greift zu kurz für das, was das Gebiet dort zulässt“, sagt Eschweges Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad. „Wir arbeiten daran, entsprechende Projektentwicklungen in Gang zu bringen.“

Mehler selbst will nichts „auf Biegen und Brechen“ machen. „Aber ich sehe eine Chance für die Region und denke, dass es nicht unlösbare Probleme sind.“

Erleichterung im Naturcamp

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