Heinrich Keller gestorben - ehemaliger Sparkassenchef wurde 86 Jahre alt

Der langjährige Chef der Sparkasse Werra-Meißner ist am vorigen Mittwoch im Alter von 86 Jahren gestorben.

Grebendorf – Heinrich Keller, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Werra-Meißner, ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 86 Jahren verstorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Helga, die Kinder Sabine und Christian sowie fünf Enkelkinder.

Heinrich Keller wurde 1934 in Marburg geboren. Nach der Volksschule arbeitete er sich Stück für Stück nach oben. Er war zwölf Jahre beim hessischen Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen beschäftigt und war dort zuletzt Leiter der Abteilung Sparkassengeschäfte. Im November 1969 wurde er Direktor der Kreissparkasse Eschwege und führte das Unternehmen durch die Fusion zur Sparkasse Werra-Meißner im Jahr 1991. Unter seine Ägide fällt auch die Gründung der Sparkassen-Stiftung. Die Grenzöffnung 1989 zählte er zu den herausragenden Ereignissen seines Berufslebens.

Am 10.November 1989 Millionen an Begrüßungsgeld ausgezahlt

Heinrich Keller machte es möglich, dass bereits am 10. November 1989 mehrere Millionen D-Mark Begrüßungsgeld an DDR-Bürger in Herleshausen ausgezahlt wurden. Außerdem forcierte er maßgeblich den Neubau der Hauptstelle an der Friedrich--Wilhelm-Straße. Keller saß im Verwaltungsrat der Hessischen Landesbank und war Obmann der Bezirkskonferenz Nordhessen. Nach fast 30 Jahren an der Spitze des heimischen Kreditinstituts verabschiedete sich Heinrich Keller im Januar 1999 in den Ruhestand.

"Er konnte gut mit Menschen"

Keller wurde von Freunden und Kollegen als charmant und liebenswert beschrieben. „Er konnte gut mit Menschen“, berichten Weggefährten. Er sei ein guter Chef, aber auch Kollege für seine Mitarbeiter gewesen, heißt es aus dem Umfeld der Sparkasse. Trotz seiner vielfältigen hohen Ämter sei er immer bei sich selbst geblieben. Er habe seine Wurzeln niemals vergessen und sei trotz seiner Erfolge im Leben immer unprätentiös geblieben. Reisen war eine seiner großen Leidenschaften. Dabei musste es aber nicht das schicke Hotel sein. Mit dem Wohnwagen erkundete er mit seiner Familie Europa.

Er liebte Sport und Fitness

Seine große Liebe galt neben seiner Familie dem Sport und der Fitness, die ihm ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter bescherte. Dabei waren es die einfachen Sportarten, die ihm Freude bereiteten. Neben Skifahren und Kanu, dessen Eschweger Verein er angehörte, waren Kegeln, Wandern und Radfahren seine große Leidenschaft. Nachbarn berichten, dass er bis ins hohe Alter den Knickelberg in Grebendorf mit seinem Fahrrad erklomm.

Mit dem Tod Heinrich Kellers verliert der Lions Club Eschwege eines seiner letzten noch lebenden Gründungsmitlieder. Keller hob den Club 1970 aus der Taufe und war 1972/1973 Präsident. 30 Jahre lang war er Schatzmeister des Vereins.

Trauerfeier findet nicht statt

Die für Samstag, 21. März, um 12 Uhr in der evangelischen Kirche in Grebendorf angesetzte Trauerfeier findet nicht statt. Die Familie verabschiedet sich im engsten Kreis. Die Urnenbeisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Anstelle von Blumenspenden bittet die Familie um eine Zuwendung an den Kinderhilfsfonds des Lions Clubs Eschwege unter Angabe des Stichwortes „Heinrich Keller“: IBAN DE92 5225 0030 0000 0402 12.

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