Seit 63 Jahren aktiver Chorsänger

Heinz W. Schmidt wird 90 - Musik prägte sein Leben

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Feiert heute seinen 90. Geburtstag: Heinz W. Schmidt, der in Eschwege aufwuchs und bis heute hier lebt.

Heinz W. Schmidt wird am 6. März 90  Jahre alt. Die Musik prägt das Leben des Versicherungskaufmanns und Funktionärs. Seit 63 Jahren ist er aktiver Chorsänger. 

Eschwege – „Mein Leben bis jetzt war hochinteressant“, weiß Heinz Werner Schmidt, blickt dabei auf spannende Erfahrungen in seinem Berufsleben zurück. Nach Eschwege kam der am 6. März 1930 in Spangenberg geborene Jubilar ebenfalls aus beruflichen Gründen: Sein Vater arbeitete bei der Firma Woelm-Pharma, die Mitte der 1930er-Jahre nach Eschwege umzog, und gehörte mit seiner Familie zu denen, die ihr folgten.

Spangenberg selbst blieb für Heinz W. Schmidt eine wichtige Stadt, in der er oft die Ferien bei seinen Großeltern verbrachte und aus der auch seine Frau Marlene stammt, mit der er in zweiter Ehe seit über 60 Jahren verheiratet ist. Die Musik prägt das Leben Schmidts, der mit einem älteren Bruder aufgewachsen ist, bereits seit seiner Kindheit und er erinnert sich daran, wie seine Mutter beim Abwaschen sang, er ihr sein musikalisches Interesse zu verdanken habe. „Und von meiner Mutter habe ich auch meine Gemütsverfassung“, fügt er hinzu.

In seiner Jugend gehörte er dem Fanfarenzug an, ist zudem seit 63 Jahren aktiver Chorsänger. Im Rahmen seiner Tätigkeit im MGV Concordia Eschwege arbeitete er anhand des Kassenbuches binnen mehrerer Monate die ersten 125 Jahre des Vereins auf, erstellte 25 Jahre später einen zweiten Teil. Während er hier in 26 Jahren als 1. Vorsitzender 28 Auslandsreisen für den Verein organisierte, war er auch als Elternsprecher und Elternbeiratsvorsitzender der Friedrich-Wilhelm-Schule tätig, sorgte dafür, dass Schüler und Eltern zu Fahrten eingeladen werden konnten.

An seine eigene Schulzeit dort denkt er ebenfalls mit einem Lächeln zurück, erinnert sich gern an die Quinta und sein frühes Interesse am Schreiben, was dazu führte, dass er 1943 vom damaligen Intendanten des Staatstheaters Kassel eingeladen wurde. Seine Englischkenntnisse halfen ihm, als er im April 1945 nach zirka zwei Wochen in amerikanische Kriegsgefangenschaft kam, und er erinnert sich an eine schwere Zeit in diesem Jahr. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung wagte der Jubilar den Schritt in die Selbstständigkeit, war für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie tätig, bevor nach Erfolgen weitere Sparten hinzukamen, er mit Versicherungen, in der Finanzierungsbranche und dem Verkaufen von Firmen arbeitete. Die stärkste seiner Sparten sei dabei die der privaten Rentenversicherungen gewesen, sodass er dreimal infolge den Wanderpreis der Albingia-Versicherungsgesellschaft gewann und 2001 als Bester im Bereich der Vermittlung privater Rentenversicherungen galt.

Er entwickelte ein Versorgungssystem, das unter dem Namen „HWS-System“ bekannt wurde, und erinnert sich an viele Erfolge. Über die Motivation hinter seiner beruflichen Tätigkeit, die er erst mit 80 Jahren beendete, sagt er: „Der Erfolg ist die Mutter des Erfolgs.“

Gleichzeitig prägten Sport, Vereinsarbeit und Engagement als Leiter des evangelischen Männerwerks das bisherige Leben des heute 90-Jährigen. Außer dem frühen Tod seines Vaters und dem seiner ältesten Tochter sei sein Leben wunderbar gewesen, erklärt der Vater dreier Kinder und Großvater dreier Enkelkinder, die ihm sehr viel Freude bereiten. 

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