Heiraten an einem besonderen Datum: Am 20.02.2020 in den siebten Himmel

Helen und Carsten Engelhardt.
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Pures Glück: Die wohl außergewöhnlichste Hochzeit des Donnerstags feierten Helen und Carsten Engelhardt. Der Auswanderer reiste mit seiner großen Liebe aus Namibia an. 

Verliebet Paare lieben es, an einem besonderen Tag zu heiraten. Jetzt war wieder so ein außergewöhnliches Datum - der 20.2.2020. Wir haben drei Paare begleitet. 

Eschwege – An einem Glückstag in den siebten Himmel: Zur Hochzeit soll eben alles stimmen – für so manche Paare auch das Datum, an dem ihre Ehe geschlossen wird. Der 20.02.2020 sollte es so auch für Helen und Carsten Engelhardt sein, unbedingt und entgegen aller Hürden. Denn dass sie am gestrigen Donnerstagmittag überglücklich den Bund fürs Leben vor dem Eschweger Standesamt schließen konnten, das schien noch bis vor einer Woche unmöglich.

Von Windheok nach Eschwege

Mehr als 8231 Kilometer liegen zwischen Eschwege und Windhoek, Hauptstadt des südwestafrikanischen Namibias und Heimat des verliebten Paars. Hierher ist Carsten Engelhardt mit 18 Jahren ausgewandert, hier betreibt der Selbstständige sein Unternehmen – und hier lernte er auch seine Helen kennen, die große Liebe seit 19 Jahren. „Die Heirat aber sollte in Eschwege stattfinden“, sagt der 54-Jährige mit einem Lächeln. Denn in der Kreisstadt liegen seine Wurzeln, Kindheits- und Jugenderinnerungen werden wach – all das will er teilen mit der Frau, „mit der ich alt werden möchte“.

Auch das Glücksdatum 20.02.2020 stand schnell als bevorzugter Hochzeitstermin fest – „schließlich haben wir uns am 18.08.2018 verlobt, das muss schon alles passen“, sagt Helen Engelhardt, geborene Smit, mit ihrem ansteckenden Lachen.

Nervenaufreibender Papierkram

Deutlich nervenaufreibender als gedacht aber waren die zu nehmenden bürokratischen Hürden zwischen Deutschland und Namibia; schier unzählige Dokumente, die besorgt, wichtige Unterlagen, die vorgehalten werden mussten. Ein Jahr voller Mühen verstrich, um alle formellen Bedingungen zu erfüllen – „und zwischenzeitlich waren wir überzeugt davon, das Datum nicht halten zu können“, sagt Carsten Engelhardt. Und trotzdem buchten sie die Flüge, „denn unsere Hochzeits-Rundreise von Eschwege nach Bayern, Österreich und Italien hätten wir uns nicht nehmen lassen“, sagt die frischvermählte Helen Engelhardt.

Das Glück aber bleibt dem Paar hold: In der vergangenen Woche kommt die erlösende Nachricht: Am Wunschdatum kann am Wunschort geheiratet werden. Da gab es kein Halten mehr – und auch die Familie in Namibia ist überglücklich: „Die Kinder aus vorherigen Beziehungen fragten uns schon, wann wir uns endlich trauen“, sagen die verliebten Engelhardts schmunzelnd. Und auch die Bekannten, die vor 19 Jahren eine Schlüsselrolle beim Kennenlernen spielten, werden auf das Paar angestoßen haben.

Im Eschweger Standesamt stand den beiden ein befreundetes Paar zur Seite, „eigentlich schon Familie“, das im Rausch der Gefühle für ein Stückchen Heimat gesorgt hat – 8231 Kilometer weit weg vom südafrikanischen Namibia.

Sandra und Udo Bason geben sich das Ja-Wort

In eine gemeinsame Zukunft: Sandra und Udo Bason bei ihrer Hochzeit.

Gemeinsam die Welt entdecken – das haben sich Sandra Bason, geborene Aust, und Udo Bason fest für ihr gemeinsames Leben vorgenommen. Den Bund fürs Leben geschlossen hat das Paar am Donnerstag, 20. Februar, in einer feierlichen Zeremonie vor dem Standesamt in ihrer Heimatstadt Eschwege, umringt von Freunden und Familie. Die Frischvermählten verbindet eine Liebe, die auf dem Eschweger Johannisfest begann. Jahr für Jahr wuchs ihre Verbindung – bis zur Verlobung im Jahr 2013. Der Schritt vor den Traualtar nun war die logische Konsequenz. „Wir freuen uns auf die Zukunft, die wir gemeinsam genießen wollen“, sagen Sandra (46) und Udo Bason (57). Und das wird natürlich kräftig gefeiert: Mit ihren liebsten Menschen am Samstag. 

Thurid und Holger Meißner heiraten

Vor romantischer Kulisse: Das Paar Thurid und Holger Meißner.

"Es war eine Umarmung und dann war es klar“, erinnert sich Thurid Meißner, geborene Kühnel, an den Versicherungstermin am 30. August vor anderthalb Jahren, an dem sie und Holger Meißner sich kennenlernten. Eigentlich kannten sich die aus Völkershausen stammende Thurid Ellenberger und der gebürtige Wanfrieder bereits aus der Krabbelecke. Standesamtlich getraut wurden sie gestern an ihrem Wunschdatum von Bürgermeister Wilhelm Gebhard auf der Wasserburg in Aue. Mit ihnen freute sich ihre Familie, zu der insgesamt sechs Kinder – Anna (20), Martin (19) und Tristan Ellenberger (17), Maya (15) und Linda Röse (8) sowie Til Wüstling (7) – gehören. Für die gemeinsame Zukunft wünscht sich das Paar viel gemeinsame Zeit, Reisen sowie ein Holzhaus in der Natur.

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