Im Vergleich um mehr als 13 Cent günstiger

Heizöl ist derzeit günstig -Verbraucher durch Klimaschutzpaket verunsichert

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Im Vergleich zum Vorjahr sind 100 Liter Heizöl derzeit mehr als 13 Cent günstiger. Nach einem Anstieg des Preises durch den Anschlag auf Raffinerien in Saudi-Arabien im September hat sich der Preis wieder beruhigt.

Das bestätigen Heizöllieferanten im Kreis. Für eine Abnahme von 3000 Litern nennen diese derzeit einen 100-Liter-Preis unter 70 Cent.

„Im Moment ist der Preis ganz gut und auch günstiger als vergangene Woche“, bestätigt Ellen Martin, Geschäftsführerin des Unternehmens Sandrock im Eschweger Stadtteil Oberhone, das aktuell eine Lieferzeit von 14 Tagen hat. „Den Preis hatten wir im ganzen Jahr aber immer wieder mal.“ Die Entwicklung sei börsenabhängig. Somit werde auch der bevorstehende Brexit, also der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union, der aktuell auf Ende Januar 2020 verschoben wurde, höchstwahrscheinlich Auswirkungen auf den Heizölpreis

haben.

Politische Lage beruhigt 

„Die politische Lage hat sich beruhigt und es gibt genug Rohöl am Markt, sodass der Preis aktuell mindestens auf dem Vorjahresniveau, wenn nicht sogar besser ist“, sagt auch Markus Hanke von der Firma Söder aus Hessisch Lichtenau. Alles, was derzeit unter 70 Cent liege, sei in Ordnung. Hinzu komme ein Mengenrabatt, da der Aufwand immer der gleiche sei und sich nur die Zeit des Tankvorgangs verlängere. Allerdings würden die wenigsten Tanks noch komplett befüllt, da sich dies kaum einer mehr leisten könne. Zwischen zwei und drei Wochen betrage die Lieferzeit aktuell, doch gerade im ländlichen Raum gelte nach wie vor der Ehrenkodex unter den Händlern: „Wir lassen keinen im Kalten sitzen.“

Kunden, die durch Gesetz, mit dem Heizungen, die fossile Energie verbrennen, bald der Vergangenheit angehören sollen, aufgeschreckt sind, versucht Hanke die Angst zu nehmen: „Es gibt noch keinen genauen Gesetzestext.“ Hanke verweist auch auf den Bestandsschutz, den die Regierung bei anderen Gesetzen eingeräumt habe. Mit Sicherheit könne man aber davon ausgehen, dass der Heizölpreis mit Einführung der geplanten CO2-Steuer steigen werde.

Kein Einbau einer neuen Ölheizung ab 2026

Das Bundeskabinett hat im Zuge des Klimaschutzpakets unter anderem ein Einbau-Verbot für neue Ölheizungen ab dem Jahr 2026 beschlossen. Ein weiterer Gesetzentwurf sieht vor, dass Unternehmen, die fossile Brennstoffe, also Sprit, Heizöl oder Erdgas, in Deutschland verkaufen, sogenannte Verschmutzungsrechte kaufen müssen

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