Heppe dichtet zum Johannisfest-Auftakt: Das ist typisch Eschwege

Eschwege. Mit gewohnt launigen reimen eröffnete Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe eben das Johannisfest im neu gestalteten Festzelt. 

Hallo im Zelt, Ihr lieben Leute, Johannisfest feiern wir heute! Am Donnerstag, wie jedes Jahr, bring’ ich meine Reime dar.

Ich seh’ so manch vertrautes Gesicht, und sehe es als meine Pflicht, es richtiggehend zu zelebrieren, und zum Johannisfest zu gratulieren.

Ihr fragt, wer die neuen Festwirte sind? Da muss ich mich beeilen, denn für die Antwort habe ich, nur grad einmal vier Zeilen:

Beim Reimen braucht es manchmal Tricks, wie sollt’s auch anders sein, auf Borschel reimt sich nun mal nix, auch nicht auf HessenSound und Grein.

Ein neues Zelt, ein neuer Wirt, wir alle sind gespannt, wie das wohl alles werden wird, wir wünschen eine gute Hand, und viel Erfolg, zufriedene Gäste, den Wirten nur das Allerbeste.

Alexander Heppe

Und nächstes Jahr, da wünsch ich mir, im Festzelt, natürlich, immer Bier. Doch „ohne“ geht es manchmal auch, vor allem ohne Zigarettenrauch. Da feiert es sich doppelt unbeschwert. Einen Versuch wäre das doch mal wert?

„Typisch Eschwege“ das soll das Motto sein, und wenn ich drüber nachdenke, was fällt mir dazu ein?

Werdchen, Tanzkreis, Karussell, die Tage, sie vergehen schnell. Kränzewickeln, Maienzug, Bier und Bratwurst (nie genug!), Immer erster, niemals zweiter, die Johannisfestreiter, Dietemann, Biedermeiermädchen, blauweiß schönes Städtchen, Sonntagsfestzug, Schülerschar, Frühschoppen und Bootsauffahrt, Feuerwerk und wieder ein ganzes Jahr, bis zum nächsten Fest, wie wunderbar!

Aber auch Gäste gehören zum Feste!

Ich grüße von der See die Bundespolizei. Die BP26 ist wieder mit dabei. Aus St. Mandé sind Freunde da, als Sieger des kommunalen Olympia. Auch Mühlhausen ist mit dabei, wie jedes Jahr in Freundschaft treu. Seit 50 Jahren Freundschaft pflegen wir mit unserer Partnerstadt Regen. So wie wir zusammen feiert sonst keiner, wie sehen uns dann zum Pichelsteiner!

Die Eschweger rufen laut „Hurra“, der Tender Werra ist wieder da! Denn Marineuniformen gehören zum Festgeschehen und werden von jedem hier gern gesehen!

Kameraden, Ihr seid stets bereit, nicht nur für unser Land, für die Menschlichkeit! Ihr habt Schlepper gefangen und Schiffbrüchige geborgen. Wir machten uns zu Hause um Euch große Sorgen. Ihr hattet die letzten Jahre großes Glück, und seid alle wieder gesund zurück. Euer Leben ist manchmal schwer, im Namen der Dietemänner, von ganzem Herzen: Dankesehr!

Genug Gedicht, nach Kür kommt Pflicht. Die Dauergäste wissen’s schon, die letzten Zeilen haben Tradition:

Ich will nun nicht alleine sein, drum stimmt jetzt alle mit mir ein, wenn dies Gedicht zum guten Schluss, mit bekannten Zeilen enden muss.

Jetzt folgt des Gedichtes Rest: Eröffnet ist’s Johannisfest!

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