Herzspezialisten informieren mit Vorträgen und in Foren in Eschwege und Witzenhausen

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Im Herzkatheterlabor kennt sich Dr. Peter Schott (links), Chefarzt der Kardiologie, aus. Er wird am 26. November sein Wissen mit Interessi erten teilen, organisiert von der Deutschen Herzstiftung durch Horst Raue (rechts). 

Unter dem Motto  "Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ stehen die bundesweiten Herzwochen und Herztage. Spezialisten informieren. 

Eschwege/Witzenhausen. Unter dem Motto „Bedrohliche Rhythmusstörungen: Wie schütze ich mich vor dem plötzlichen Herztod?“ stehen die bundesweiten Herzwochen und Herztage im November 2019 der Deutschen Herzstiftung. In dem Zeitraum beantworten Herzspezialisten häufige Fragen von Patienten und informieren durch Vorträge und Kurz-Schulungen.

Chefärzte halten Aufklärungsvortrag 

Am Dienstag, 26. November, um 19 Uhr halten PD Dr. med. Peter Schott, Chefarzt Kardiologie und internistische Intensivmedizin, und Dr. med. Marco Lubitz zu diesem Thema einen einstündigen, kostenfreien Aufklärungsvortrag im Klinikum Werra-Meißner Eschwege, in einem Nebenraum der Cafeteria. „Wir versuchen, Aufklärungsarbeit zu leisten und den Zuhörern aufzuzeigen, wie sie das Risiko am Herz zu erkranken, senken können“, sagt Dr. Schott.

Persönliche Gespräche sind möglich 

Im Anschluss an den Vortrag haben die Interessierten die Möglichkeit, zu einem persönlichen Gespräch, um offene Fragen zu stellen. „Natürlich werden auch herzgesunde Häppchen geboten“, fügt Horst Raue von der Herzstiftung hinzu. „Ich hatte früher selber einen Herzinfarkt. Deshalb weiß ich, dass es sehr wichtig ist, sich mit Patienten und Angehörigen auszutauschen“, erzählt Raue. Seither engagiert er sich ehrenamtlich für die Deutsche Herzstiftung und organisiert die Veranstaltungen zur Herzwoche.

Vorträge auch an Klinikum in Witzenhausen 

Einen Tag später, am 27. November, hält Dr. Lubitz zum gleichen Thema einen Vortrag im Klinikum Witzenhausen. Die Herzwochen bieten Betroffenen und Angehörigen sowie Fachkreisen die Möglichkeit, sich über wichtige Fragestellungen zu informieren. „Letztes Jahr kamen zirka 150 Leute zum Vortrag. Davon sind einige herzkrank, andere interessieren sich präventiv für das Thema oder sind Angehörige von Betroffenen“, erklärt Dr. Schott.

65.000 Menschen erleiden jährlich plötzlichen Herztod

Jedes Jahr fallen dem plötzlichen Herztod in Deutschland mindestens 65 000 Menschen zum Opfer. Wahrscheinlich sind es sogar viel mehr. „Das müsste nicht sein. Der plötzliche Herztod ist in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis, von dem es kein Entkommen gibt“, betont der Herzspezialist und Notfallmediziner Prof. Dr. med. Dietrich Andressen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Risikofaktoren sind Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste zugrunde liegende Erkrankung. Sie wiederum ist verursacht durch Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen. Auch die Genetik und ein ungesunder Lebensstil durch Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und Drogenkonsum spielen eine Rolle. Ursachen des plötzlichen Herztods können auch Herzmuskelerkrankungen, seltener Herzklappenerkrankungen sowie angeborene Herzfehler sein.

Die Herzstiftung wird in der Herzwoche über Ursachen, Diagnose- und Therapieverfahren intensiv aufklären sowie informieren, was man selbst tun kann. (ce)

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